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Mächtige Soul-Stimme

Matt Brown Mächtige Soul-Stimme

Gerade hat er sein neues, stark country-, pop- und soulgefärbtes Album „Walk into the light“ herausgebracht. Nun ist Matt Brown auf Promo-Tour für das über bei vielen Künstlern inzwischen sehr beliebte Crowdfunding-finanzierte Werk und hat Station im Apex gemacht.

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Starkes Duo: Matt Brown (links) und Wylie Foster.

Quelle: Linnhoff

Göttingen. Der in Nashville, Tennessee, lebende Brown wuchs im US-Bundesstaat Washington auf. Mit mächtiger, soulgetränkter Stimme nimmt Brown zur Gitarre und mit seinem Partner Wylie Foster an den Drums das Publikum mit auf einen emotionalen Ritt durch eigene Songwelten und Cover-Versionen von Liedern seiner Idole. Größen wie Ray Charles, Etta James, Otis Redding oder Bill Whithers haben ihn zur Musik gebracht. So inspiriert, präsentiert er eine Mischung aus Pop und Blue-­Eyed-Soul mit leicht nostalgischem Touch.

„Long way from Nashville to Germany …“ ist Browns erster Kommentar. Lässig in weißen Hemden und offenen Krawatten betreten die beiden Musiker die Bühne und geben mit dem munter losrockenden „The Acrobat“ die Richtung des Abends vor. Das Duo schafft auf Anhieb einen sehr dichten, volumigen Bandsound, in dem Brown sich als Crooner alter Schule erweist. Zusätzlich glänzt er auf seiner Fender Telecaster teils im Stile von Stevie Ray Vaughan mit exzellentem Gitarrenspiel. Foster trommelt dazu in lockerer Manier und nutzt als selbst gebaute Bass Drum einen alten Koffer. Die beiden haben offensichtlich richtig Spaß auf der Bühne.

Tief in zeitlosem Soul verwurzelt, besingt Brown in „Little does she know“ die Bedienung eines Coffee Shops, in dem er oft seine Songs geschrieben habe, wie er erzählt, aber dann zu schüchtern gewesen sei, die Frau anzusprechen. So wisse sie bis heute nicht, dass er ihr das Lied gewidmet habe, sagt Brown. Dann schüttelt er mal eben eine Version von Bill Whithers „Ain´t no sunshine“ aus dem Ärmel, die dem Original in nichts nachsteht und mit einem mitreißenden Gitarrensolo Gänsehaut hinterlässt. In „I got a woman“, im Original von Ray Charles, kommt sein Gesang teils auch mit Kopfstimme variable. „Built something with me“ sei ein Stück über Legos, mit denen er heute noch gerne spiele, erzählt Brown schmunzelnd. Er vermisse im Zeitalter von Smartphone, Twitter und Face­book die Momente, in denen man sich in die Augen schaute und miteinander redete, fügt er zu dem Song an.

Der mitreißende Gospel-Soul-Rock-Kracher „Take it while you can“ beschließt unter lautem rhythmischen Klatschen des Publikums den Abend. Ein famoser Auftritt mit großem Nachhall.

Von Jörg Linnhoff

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