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Spielplan mit fünf Uraufführungen

Deutsches Theater Spielplan mit fünf Uraufführungen

Mit einem laut Chefdramaturg Matthias Heid „großen Klassiker der musikalischen Unterhaltung“ startet das Deutsche Theater am 10. September in die Spielzeit 2016/17. Tobias Bonn inszeniert „Im weißen Rössel“.  Fünf Uraufführung und eine deutsche Erstaufführung stehen auf dem neuen Spielplan.

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Das Leitungsteam des Deutschen Theaters um Intendant Erich Sidler

Quelle: CH

Göttingen. Ein Schwerpunkt des Programms ist der Blick auf das, was in den Problemzonen der Gesellschaft passiert. Kurz gedachten Lösungsansätzen für politische und gesellschaftliche Probleme  solle mit klarem Verstand begegnet werden, erklärte Intendant Erich Sidler.

Ein Schwerpunkt sind Produktionen, die sich mit der Nazi-Vergangenheit und ihren Folgen beschäftigen. Mit seinem Stück“ Mein Kampf“ antwortet der große Theatermann Georges Tabori dem nationalsozialistischen Schrecken mit einer Farce. Lucia Bihler wird das Stück inszenieren (Premiere. 24. September). In „Peak White. Die letzte Heimat“ befasst sich Autor Kevin Rittberger mit der heutigen Gesellschaft, indem er aus der Zukunft zurückblickt und Pegida und Flüchtlingsproblematik entdeckt – eine DT-Auftragsarbeit, die Katharina Ramser inszeniert (30. September). Den Arbeitstitel „Arisierung“ trägt eine Produktion, bei der Marcus Lobbes Regie führt.

Das DT gab der Autorin Gesine Schmidt den Auftrag, ein Stück über die Arisierung Göttingens zu schreiben (14. Januar). Die „Kindheit in der NS-Zeit“ ist Thema einer Kooperation mit Schülern einer fünften Klasse aus Dassel. Seit mehr als einem Jahr läuft das Projekt unter der Leitung von Gernot Grünewald (11. Februar). Jonas ist der Protagonist in „Deine Helden – meine Träume“. Er kommt zurück in seinen ehemaligen Klassenraum und erzählt davon, wie er von Neonazis verführt wurde . Ab Mitte Februar wird es durch die Klassenzimmer der Region ziehen.

Auch einige Dauerbrenner der Bühnenliteratur haben Eingang gefunden in den Spielplan: „Wer hat Angst vor Virginia Woolff“   (14. September), „Irrungen und Wirrungen“ von Theodor Fontane, das Abiturthema im kommenden Jahr ist. Regie führt hier Jakob Weiss (18. November). Maik Priebe inszeniert Schillers „Don Karlos. Infant von Spanien“  (19. November). Regisseur Ingo Berk nimmt sich Arthur Millers „Ein Blick von der Brücke“ vor (30. Dezember). Christian Friedel bringt „Antigone“ von Sophokles  auf die Bühne (23. Februar). Hausregisseur Matthias Kaschig inszeniert „Judith“ von Friedrich Hebbel (25. Februar). „Glückliche Tage“ von Samuel Becket hat im April Premiere und Hausregisseurin Antje Thoms widmet sich dem Stück „Ein Monat auf dem Lande“ von Iwan Turgenjew.

Auch einige Komödien hat das Team um Sidler ins Programm genommen: „Indien“ von Joseph Hader, Träger des Satirepreises „Göttinger Elch“, und seinem Kabarettkollegen Alfred Dorfer (Oktober), Alan Ayckburns „Familiengeschäfte (5. November), inszeniert von Intendant Sidler (5. November) und „Die Sternstunde des Josef Bieder“. Ronny Thalmeyer spielt diesen Requisiteur, der diesen Theaterabend retten muss, weil keine Schauspieler kommen (Januar). Eine große Musikproduktion steht ab 11. März auf dem Spielplan: Niklas Ritter inszeniert „Shockheaded Peter“, eine sogenannte Junk-Opera mit Musik von den Tiger Lillies.

Veränderungen im Ensemble

Einige Wechsel im Ensemble des Deutschen Theaters kündigte Intendant Erich Sidler an. Fünf Schauspieler werden das Haus verlassen:   Emre Aksizoğlu, Benjamin Krüger, Anton von Lucke, Karl Miller und Rahel Weiß. Ersatz sei bereits engagiert und teils schon in Vorproben für die neue Spielzeit eingebunden. Mit Blick auf die Besucherzahlen sagte Sidler: „Wir sind im Mittelfeld der vergangenen zehn Jahre“. Die Zahl der Abonnements konnte um 16 auf 1973 gesteigert werden, teilte Verwaltungsdirektorin Sandra Hinz mit.          

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