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Spuren eines Lebens zwischen Kulturen

Neues von Nino Spuren eines Lebens zwischen Kulturen

Die gebürtige Georgierin Nino Haratischwili ist in dieser Spielzeit Hausautorin des Deutschen Theaters (DT) Göttingen. Jetzt hat sie auf der DT-Kellerbühne ihre Reihe „Neues von Nino“ gestartet.

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Auftakt: Paula Hans liest aus der Arbeit von Nino Haratischwili.

Quelle: CR

Mit Texten aus ihren Stücken „Radio Universe“ und „Georgia“, gelesen von Paula Hans, Gerd Zinck und ihr selbst, versuchte sie, der Frage nachzugehen, was es heißt, Künstler und Menschen zwischen Kulturen zu sein.

Mit den Szenen aus „Radio Universe“ gelang der 1983 geborenen Regisseurin das nicht. Vielmehr hat sie den georgisch-russischen Krieg im Jahr 2008 zum Thema gemacht. Einer der Protagonisten ist Giorgy, ein spanischer Hund, der kein reinrassiger Nazi wie die Bulldogge nebenan sein will. Was das mit dem Krieg, der laut Haratischwili kein ethnischer Konflikt war, oder mit dem Leben zwischen den Kulturen zu tun hat, bleibt diffus. Auch die „Georgia“-Szenen vermochten kaum dazu beitragen, dem eigentlichen Thema nahe zu kommen. Im Vordergrund stand ein Vater-Tochter-Konflikt.

Während der Gesprächsrunde im Anschluss erfuhren die Zuhörer, dass Haratischwili bereits im Alter von zwölf Jahren für zwei Jahre in Deutschland war und seit 2003 wieder hier lebt. „Ich lebe in einer Zwischenwelt“, berichtet sie in akzentfreiem Deutsch. Das Leben im Westen empfinde sie manchmal als anstrengend, weil man immer seine Meinung äußern solle und Position beziehen müsse.

Die Reihe „Neues von Nino“ wird am Dienstag, 29. März, fortgesetzt. Zusammen mit Ensemblemitgliedern gibt sie einen Vorgeschmack auf das Stück, das am Sonnabend, 30. April, in ihrer Regie im DT uraufgeführt wird. „Ich bevorzuge die alltägliche Straßensprache in meinen Stücken, die Figuren müssen authentisch sein“, verrät Haratischwili. Das wurde auch in „Radio Universe“ und „Georgia“ deutlich.

Von Alexander Lechler

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