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Staatstheater Kassel beim Theatertreffen

„Das ist Theaterglück“ Staatstheater Kassel beim Theatertreffen

Thomas Bockelmann, Intendant des Staatstheaters Kassel, klingt am Telefon ein wenig müde, aber sehr zufrieden. Mit „Tyrannis“ ist eine Produktion seines Hauses zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen worden, ein Ritterschlag. Bockelmann: „Das ist Theaterglück.“

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Wortlos: Das Ensemble von „Tyrannis“ speist still.

Quelle: Klinger

Kassel. Zum letzten mal war eine Produktion des Staatstheaters 1969 zu der Bestenschau geladen, sagt Bockelmann. Damals war es mit „Antigone“ in der Inszenierung von Kai Braak ein Klassiker.

Bockelmann ist seit 27 Jahren Intendant, eine Inszenierung aus einem der von ihm geleiteten Häuser hatte es bis dato nicht nach Berlin geschafft. „Das ist schon sehr schön, wenn man sich neben Berlin, Hamburg und Zürich wiederfindet.“

Er empfinde die Einladung als Ermunterung, sagt Bockelmann und erklärt: Dass eine Stückentwicklung aus einem Haus wie dem seinen eingeladen werde, der Umgang mit Klassikern den größeren Häusern vorbehalten bleibe, „liegt in der Natur der Sache und in der Dynamik der Jury.“

Regisseur Ersan Mondtag hat im Theater im Fridericianum, der Studiobühne des Staatstheaters, einen bemerkenswerten zweistündigen Abend inszeniert, an dem nicht ein einziges Wort gesprochen wird. Mit seltsamen blauen Augen stieren die Akteure in ihre Welt, den die Augen sind auf die Lieder geklebt. Die Akteure spielen 120 Minuten lang blind. „Das fordert natürlich von den Schauspielern eine wahnsinnige Konzentrationsleistung“, erläutert Bockelmann. Und: „Da sind wir an die Grenzen der Möglichkeiten unseres Hauses gegangen.“ Maske, Kostüm und Bühne seien sehr aufwendig. Herausgekommen ist laut dem Intendanten „ein Abend, der spaltet“.

Tyrannis

„Tyrannis“ wird wieder gespielt am 12. und 13. Februar, am 17. und 18. März, am 20. und 24. April sowie am 18. Juni um 20.15 Uhr im Theater im Fridericianum, Karl-Bernhardi-Straße. Kartentelefon: 05 61 / 10 94 222.

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