Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Start der Kleinen Reihe mit Werken von Ives, Beethoven und Haydn

Göttinger Symphonie Orchester Start der Kleinen Reihe mit Werken von Ives, Beethoven und Haydn

Hatte das Werk des US-amerikanischen Komponisten Charles Ives bereits beim Linien-Festival für Neue Musik in Göttingen Anklang gefunden, so setzte die Interpretation von „Three Places in New England“ jetzt ein weiteres Glanzlicht in der Göttinger Konzertlandschaft.

Voriger Artikel
„Beautiful – Ein Bindegewebe“
Nächster Artikel
Camus’ „Das Missverständnis“ hat Premiere

Eröffnung der Kleinen Reihe: Das Göttinger Symphonie Orchester mit Chefdirigent Christoph-Mathias Mueller.

Quelle: Pförtner

Unter der Leitung von Christoph-Mathias Mueller eröffnete das Göttinger Symphonieorchester die Kleine Konzertreihe in der Stadthalle mit einem grandiosen Ives und weiteren Meisterwerken von Beethoven und Haydn.

Die besondere Herausforderung in Charles Ives Orchesterwerken besteht darin, die musikalisch unabhängigen, polyrhythmisch verhakten Schichten zu einem Ganzen zusammen zu fügen. Während so die Violinen in „Putnam’s Camp, Redding, Connecticut“ einen schwungvollen Ragtime spielen, fallen ihnen Bläser und Schlagwerk mit einem martialischen Marsch ins Wort. Christoph-Mathias Mueller führte seine Sinfoniker sicher durch das kalkulierte Durcheinander von Ives Orchestersprache. Zusätzlich hatte er mit einer kurzweiligen, publikumsnahen Einführung auf diese kompositorische Anlage aufmerksam gemacht und ließ so dann das Gesagte zu Musik werden.

Souverän gelang das vierte Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven. Pianistin Brigitte Meyer meisterte ihre Solopassagen technisch routiniert und bewies selbst in dichtem Laufwerk ein Gespür für dynamische Differenziertheit und Durchsichtigkeit. So setzt sie im Andante con moto ihre innig flehenden Themen stets deutlich gegen die bedrohliche Orchesterstimme mit seinen punktierten staccati ab.

Mit Joseph Haydns Symphonie Nr. 99 setzten sich die Göttinger Symphoniker dem Abend einen heiteren Abschluss. Mit ihrer schwungvollen, leichten Interpretation ließen sie den für Haydn bezeichnenden musikalischen Humor in der Stadthalle hörbar werden.

Von Rhea Maria Richter

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier bloggen wir zu den Göttinger Händel-Festspielen 2017 – berichten von Vorbereitungen, besuchen Opernproben und werfen einen Blick hinter die Kulissen. mehr

Fotografie-Ausstellung „In saeculo lux“ in der Galerie Ahlers