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Stattliche Bühne für „Silly“

Festival im Kaiser-Wilhelm-Park Stattliche Bühne für „Silly“

Seit morgens 9 Uhr sind die Bühnenarbeiter mit dem Aufbau der Bühne beschäftigt. Die fällt beim diesjährigen Festival im Kaiser-Wihlem-Park (KWP) wesentlich größer aus als noch im vergangenen Jahr.

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Festgehalten von Wassertanks: neue Bühne im KWP.

Quelle: CR

„Das wurde von der Kultband Silly um die Sängerin Anna Loos so gewünscht“, so Margot Blotevogel vom Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen. Gab es 2009 eine Rundbogenbühne in den Maßen sechs mal acht Meter, spielen die geladenen Bands am kommenden Wochenende auf einer stattlichen Bühne mit insgesamt 94 Quadratmetern, wenn man die beiden Monitorplätze links und rechts der Bühne mitrechnet.

Bauleiter David Els ist bei dieser Größe dennoch gelassen: „Ist ja immer noch eine normale Stadtfestgröße.“ Es werde mit eine Aufbauzeit von zehn Stunden gerechnet. Der Abbau nehme etwa sechs Stunden in Anspruch. Da der Untergrund keine Befestigung mit sogenannten Erdnägeln erlaubt, wird die Bühne mit Wassertanks mit einem Gesamtvolumen von 6000 Litern am Platz gehalten. Unter der Bühne befindet sich ein alter Gewölbekeller, deswegen dürfe man nicht direkt mit dem LKW an die Bühne heranfahren, erzählt Blotevogel. Sie führt weiter aus: „Es ist vor allem die Logistik, die teuer ist, nicht die Gagen. Wir müssen beispielsweise darauf achten, dass weder Zigarettenstummel noch Bierdeckel nach dem Spektakel zurückbleiben, denn es handelt sich bei dem Gelände um ein Landschaftsschutzgebiet.“

Für das leibliche Wohl sei mit vier Versorgungsständen gesorgt und der Gastrobereich sei für den Fall, dass es regnet, überdacht. 400 Sitzplätze stünden fußmüden Konzertbesuchern außerdem zur Verfügung.
Seit 1990 ist das KWP-Festival eine feste Größe im Göttinger Kulturleben. Namhafte Bands wie die „Guano Apes“, „Seven Up“ oder „Ganz Schön Feist“ nahmen hier ihre Anfänge. Blotevogel ist stolz darauf, dass auch in diesem Jahr die musikalische Mischung wieder stimmt: „Wir möchten jungen Nachwuchsmusikern wie den Jungs von „Treehouse“ sowie lokalen Bands ein Forum bieten und dies mit einem Highlight an beiden Tagen verbinden.“ Nach Silly treten am Samstag die 17 Hippies als Höhepunkt auf. Die Gesamtkosten der Veranstaltung belaufen sich auf rund 75 000 Euro. Blotevogel rechnet mit rund 1500 Besuchern pro Tag. „Wünschen tu ich mir aber 2000“, lacht sie.

An beiden Veranstaltungstagen steht wieder ein kostenloser Busshuttle für die Besucher des Festivals zur Verfügung. Die Shuttle fahren am Freitag in der Zeit von 19.30 bis 2 Uhr und Sonnabend von 19 Uhr bis 2 Uhr im 15-Minutentakt. Haltestellen sind: Weender Straße West, Markt, Jüdenstraße, Friedrichstraße, Albaniplatz, Eingang Bismarckstraße, KWP. Die Zufahrt zum KWP wird an beiden Tagen für Kraftfahrzeuge aller Art gesperrt und im direkten Einfahrtsbereich zur Bismarckstraße gibt es keine Parkplätze.

Von Marie Varela

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