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Stimmen mit Kraft und Schmelz

Händel-Festspiele Stimmen mit Kraft und Schmelz

Die Nachwuchspflege haben sich die Händel-Festspiele 2009 besonders auf die Fahnen geschrieben. Mit dem Oratorium „Israel in Egypt“, gesungen von Jugendchören und jungen Solisten, konnte dieses Projekt am Montag einen besonderen Erfolg feiern. Die Begeisterung der Zuhörer zeigte sich in minutenlangen Standing Ovations. 

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Jugendlicher Stimmglanz: Händels „Israel in Egypt“ in der Göttinger Johanniskirche.

Quelle: Heller

Zu den unbestreitbaren Vorzügen der Jugend gehört ein ganz besonderer Stimmglanz. Ältere Stimmen können scharf werden, vielleicht sogar ein wenig scheppern – solche Probleme sind jungen Stimmen fremd. 

Deshalb gehören zur musikalischen Nachwuchspflege auch Jugendchöre, die auf Landesebene organisiert sind. Aus dem Landesjugendchor Niedersachsen und dessen Kollegen aus Sachsen-Anhalt stammte am Montag der Chor für Händels Oratorium „Israel in Egypt“ in der Johanniskirche: rund 70 junge Stimmen mit Kraft und Schmelz. Die Solistenauswahl war Ergebnis eines Wettbewerbs an deutschen Musikhochschulen. Darunter gab es exzellente Leistungen zu bestaunen. 

Jörg Straube, Chorleiter mit jahrzehntelanger Erfahrung, nutzte dieses Potenzial für eine begeisternde Aufführung des Oratoriums. Dazu stand ihm mit dem Ensemble „Musica Alta Ripa“ ein sehr lebendig und frisch musizierendes Orchester zur Verfügung.

Koloraturenstärke

Vom Chor sei die packende Darstellung der ägyptischen Plagen hervorgehoben, seine große dynamische Bandbreite, die selbstverständliche Sicherheit und die beachtliche Koloraturenstärke. Unter den Solisten muss vornan der wunderbar gestaltende Altus Christian Rohrbach genannt werden, der helle, klar konturierte Sopran von Hanna Zumsande und der enorm kraftvolle Bass von Kihwan Sim. Sehr kultiviert und zuverlässig ergänzten Anna Nesbya (Sopran), Martin Platz (Tenor) und Artem Nesterenko (Bass) das Solistenensemble.

Die Aufführung ist am Sonntag, 7. Juni, um 15 Uhr im Rahmen der Händel-Festspiele in Halle noch einmal zu hören, geleitet von Wolfgang Kupke.

Von Michael Schäfer

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