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Streicher-Ensemble Aris-Quartett konzertiert in Besenhausen

Direkt ins Herz gespielt Streicher-Ensemble Aris-Quartett konzertiert in Besenhausen

Tosenden Applaus hat das Aris-Quartett am Sonntagabend im ehemaligen Schafstall des Ritterguts Besenhausen bekommen. Das Streicher-Ensemble war zum mittlerweile 13. Pfingstkonzert an diesem Veranstaltungsort zu Gast. Auf dem Programm standen Stücke der Komponisten Haydn, Hindemith und Mendelssohn.

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„Er wusste, was technisch möglich ist“: Auch Hindemiths Streichquartett Nr. 2 op. 10 spielt das Aris-Quartett brillant.

Quelle: Theodoro da Silva

Besenhausen. Herausragendes technisches Können, Verve und Leidenschaft – damit spielten sich die mit Anfang 20 noch sehr jungen Musiker direkt ins Herz ihres Publikums. Sehr fein ausbalanciert zeigten sich die vier instrumentalen Stimmen und Charaktere bereits im Streichquartett in d-Moll op. 76/2 von Haydn. Auch das nach der Pause gespielte Streichquartett in e-Moll op. 44/2 von Mendelssohn bot den Violinistinnen Anna Katharina Wildermuth und Noémi Zipperling sowie Caspar Vinzens an der Viola und Lukas Sieber am Cello vielfältige Möglichkeiten, die unterschiedlichen thematischen Fäden der Komposition gekonnt miteinander zu verweben.

Zu besonderer Stärke lief das Ensemble aber bei Hindemiths Streichquartett  Nr. 2 op. 10 auf. Das 1918 an der Front des Ersten Weltkriegs geschriebene Stück fordert diejenigen, die es aufführen. Cellist Sieber erklärte dem Publikum, dass Hindemith selber ein sehr guter Bratschist gewesen sei. „Er wusste, was technisch möglich ist“, so der Musiker. Dass das, was technisch möglich ist, auch noch brillant klingt, liegt in der Verantwortung der Musiker. Das bereits mehrfach preisgekrönte Aris-Quartett erwies sich als der Aufgabe absolut gewachsen.

Zum Glück bot der Holzdielenboden im voll besetzten Veranstaltungsraum dem Publikum eine gute Gelegenheit, den Applaus noch durch lautes Trampeln zu verstärken. Denn so kam es in den Genuss gleich zweier Zugaben. Hierfür hatte das Quartett zwei Sätze aus Antonín Dvořáks „Amerikanischem Streichquartett“ in F-Dur ausgewählt und gab damit zum Abschluss noch einmal echte Glanzlichter zum Besten.

Von Isabel Trzeciok

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