Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Subversiv und gewagt: „Kasseler Komik-Kolloquium“

Kassel Subversiv und gewagt: „Kasseler Komik-Kolloquium“

Bereits zum siebten Mal findet in Kassel das „Kasseler Komik-Kolloquium“ statt. Von Sonnabend, 13. Februar, bis Sonntag, 21. Februar, tritt eine Reihe von Künstlern auf. Die Veranstaltungsorte wechseln. Als Glanzlicht des Festivals wird der von den Schriftstellern und Kasseler Ehrenbürgern Christine Brückner und ihrem Mann Otto Heinrich Kühner begründete „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ verliehen.

Voriger Artikel
Kapelsky & Marina im Göttinger Apex
Nächster Artikel
„Lush Life“ bei N-JOY Starshow

Pigor (vorne) und Eichorn treten beim Komik-Kolloquium auf.

Quelle: Ziehe

Kassel. Im Mittelpunkt aber steht eine Fachtagung zum Themenschwerpunkt „Grenzen der Komik“. Das Festival hat es sich zur Aufgabe gemacht, nach den Anschlägen auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo im vergangenen Jahr über subversiven, gewagten und grenzwertigen Humor zu reden. Dort wird man sich Fragen stellen wie: Lässt sich dem Terror mit Komik trotzen? Oder: Welche kulturellen Grenzen wirft das Komische auf und wie gerät es dabei selbst an seine Grenzen?
Festivalauftakt wird das Konzert des  kabarettistischen Duos Pigor und Eichhorn im Konzertsaal der Universität Kassel sein, die schon mehrere Auftritte in Göttingen hatten. Mit ihren Liedern beleuchten sie Politik und Philosophie sowie Skurrilitäten des Alltags.

 
Weiterhin treten am Dienstag, 16. Februar, um 19 Uhr „3durch3“ auf. Timo Brunke, Annika von Trier und Thomas Gsella wechseln sich an diesem Abend ab. Dichter Brunke inszeniert sein Buch „Orpheus downtown“. Brunke erzählt von den Pionieren des Spoken Word. Trier erzählt mit ihrem Akkordeon und Chansons von Patchworkfamilien und dem polyfonen Klang der Großstadt. Gsella, ehemaliger Chefredakteur beim Satiremagazin Titanic, liest unter anderem Gedichte über bizarre Völkerverständigung und väterliche Bekenntnisse.

 
Zum Ende des Festivals am Sonntag, 21. Februar, besucht Dichter, Musiker und Maler Funny van  Dannen das Kolloquium. Im Kulturzentrum Schlachthof liest er aus seinem 2015 erschienenen Roman „An der Grenze der Realität“. Darin schreibt van Dannen: „Wenn die Welt ein Paradies wäre und es gäbe keinen Grund, sich über irgendetwas zu ärgern, würde ich auf einem Löwen über schneeweiße Strände galoppieren und den Delfinen Rauchzeichen geben.“ vl
Kartenvorverkauf und das komplette Programm unter: www.komik-kolloquium.de.

Von Vincent Lubbe

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff