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Suche nach neuem Ort – Zukunft unsicher

Innenhof-Theater-Festival Suche nach neuem Ort – Zukunft unsicher

Mit Becketts „Mercier und Camier“, gespielt von Daniel Rohr und Bernd Kaftan, ist am Sonntag das 16. Göttinger Innenhof-Theater-Festival zu Ende gegangen. Nicht nur dies: Weil die Spielstätte zu Beginn dieses Jahres ihren Besitzer wechselte, der mit der Immobilie andere Pläne hat, war dies das letzte Festival an diesem einzigartigen Ort.

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Damit fing alles vor 16 Jahren an: Daniel Rohr (l.) und Bernd Kaftan in Becketts „Mercier und Camier“ – am Sonntag zum letzten Mal.

Quelle: CR

Göttingen. Die Caresto Göttingen 1, die in diesem Quartier etliche Immobilien erworben hat, wird das Gebäude abreißen, um dort Wohnungen zu errichten.

Das ist dem Veranstalter, dem Fachdienst Kultur der Stadt Göttingen, schon länger bekannt. Ob das seit seiner Gründung von Daniel Rohr organisierte Festival an einen noch zu findenden anderen Ort verlegt wird, ob es möglicherweise in anderer Form fortgeführt wird oder gar nicht, darüber sind nach Aussage von Dagmar Schlapeit-Beck (SPD), der zuständigen Kulturdezernentin, die  Beratungen noch nicht abgeschlossen.

„Solange nicht geklärt ist, ob Daniel Rohr bereit ist, das Festival weiter zu betreiben, können wir nichts planen“, beschreibt Schlapeit-Beck die augenblickliche Situation. Rohr, vielbeschäftigter Schweizer Schauspieler und seit 2004 Leiter des Theaters Rigiblick in Zürich, hat einen prall gefüllten Terminkalender, der nur unter Schwierigkeiten genug Zeit für die Vorbereitung des Festivals lässt. Sollte Rohr dennoch das Göttinger Theaterfest an anderer Stelle fortführen wollen, werde die Suche nach einem neuen Spielort intensiv fortgesetzt, so Schlapeit-Beck.

Mehrere Objekte – darunter die Saline Luisenhall – seien im Gespräch. Man hoffe sehr auf Rohrs Bereitschaft zur Fortführung seiner Arbeit, nicht zuletzt deshalb, weil er dank seiner vielfältigen Kontakte immer wieder Gäste nach Göttingen verpflichten konnte, die internationalen Ruf genießen.

Von Michael Schäfer

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