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Summer of 96 mit Göttinger Bands in der Musa

Klassentreffen Summer of 96 mit Göttinger Bands in der Musa

„Summer of ’69“, 1984 erschienen, war einer der größten Hits von Bryan Adams. Fünf einheimische Bands, alle Mitte der 90er in Göttingen recht bekannt, traten nun in der Musa unter dem Slogan „Summer of 96“ zu einem ganz speziellen Revival und größtenteils in Originalbesetzung wieder gemeinsam auf.

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„Summer of 96“ mit fünf Göttinger Bands in der Musa: God Five, Cup C, Nancy and I, Summit und Cortez.

Quelle: Heller

Göttingen. Vorweg war intensives Proben angesagt, denn einige der Bands hatten seit über 10 Jahren nicht mehr in der ursprünglichen Besetzung zusammengespielt. Laut Aussage von Michael Schluff, Gitarrist von God Five, leben einige Musiker auch schon seit Jahren nicht mehr in Göttingen und seien hierher nur für den Abend gekommen.

Eröffnet wird dieser von „God Five“ und ihrem Mix aus Country, Folk, Punk und Rock. Irgendwo zwischen Nick Cave und Giant Sand mit einer ordentlichen Prise Polka ist ihre leicht düstere Musik einzuordnen. Beeindruckend die tiefe, markante Stimme von Sänger Jenne Korte. Er ist noch mal in seine legendäre Kuhmotivhose gestiegen und freut sich, „die ganzen alten Nasen mal wieder zu sehen“. Mit Tom Spötter am 60er-Jahre E-Standbass, den Gitarristen Fred Kerkmann und Michael Schluff, sowie Drummer Ralf Fricke legt die Band einen energiegeladenen Auftritt hin.

Gediegenes Outfit, andere Band: Mit „Summit“ legen vier Herren in Anzügen los, als gäb‘s kein Morgen mehr. In klassischer Besetzung mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang gibt es eine ordentliche Prise Punk-Rock auf die Ohren. Dafür wird neben eigenen Songs auch Cyndi Laupers „Girls just want to have fun“ bemüht.

„Cup C“ um die Sängerin Marie Nielsen, eine reine Frauenband, wird für ihren Auftritt von Winnie Weigel an der E-Gitarre verstärkt. Der tarnt sich noch zu Beginn unter einer Langhaarperücke. Gewitterartig, dunkel, schleppend kommt ihre von zwei E-Gitarren getragene Musik rüber.

Heiß erwartet dann der Auftritt von „Nancy And I“. Die Göttinger Urgesteine begeistern vom Start weg mit melodischem Punk-Rock und einem dynamischen Auftritt, der kaum Zeit zum Durchatmen lässt. Musik zum Abtanzen und Abfeiern und wenn man glaubt, es ginge nicht mehr schneller, kündigt die Band das Gegenteil an.

Zum Abschluss dann eher softere Klänge von Sänger und Gitarrist Ricardo Cortez und seinem Trio „Cortez“. Dies bringt „Psychedelic Pop“ in teils opulenter Form mit leicht schmalzigen Einschlägen auf die Bühne. Genial dabei das leicht verzerrte, innovative E-Gitarrenspiel von Looper Gomez, der sich mit Ganzkopfmaske wie ein Alien gibt.

Stimmungsvoller Ausklang eines gelungenen und von zahlreichen Besuchern begeistert gefeierten musikalischen „Klassentreffens“.

Von Jörg Linnhoff

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