Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Sympathische Spaßkapelle auf Abschiedstour

Phrasenmäher in der Musa Sympathische Spaßkapelle auf Abschiedstour

Nach dreizehn Jahren, drei Studio- und einem Livealbum und hunderten von Konzerten ist die Hamburger Band "Phrasenmäher" auf einer Abschiedstour durch Deutschland. Im Gepäck haben sie alte wie auch aktuelle Songs und präsentierten diese erstmalig rein akustisch auch in der Musa.

Voriger Artikel
Karsten Brudy Quartett & Jan Jakob im Apex
Nächster Artikel
In anderen Sphären

Auf Abschiedstour: Phrasenmäher in der Göttinger Musa.

Quelle: Wenzel

Göttingen. „Wir haben festgelegt, uns nicht festzulegen!“ lautet das Motto von Phrasenmäher.IhrerMischung aus Wortgewandtheit, Spielfreude und detailverliebten Arrangements haben sie nun auf ihrer Abschiedstour ein rein akustisches Gewand verpasst. Wer einmal bei einem Konzert von Phrasenmäher war, kommt wieder! Dieser Ruf eilt der Band voraus und die Stimmung in der Musa ist entsprechend erwartungsvoll.

Heldinnen und Helden

Zu Manu Chaos „Bongo Bong“ betreten die Musiker tänzelnd die Bühne. Das Hamburger Trio um die Brüder Jannis (Keyboards, Gitarre, Akkordeon, Gesang) und Lenne Kaffka (Bass, Gitarre, Gesang) sowie Martin Renner (Schlagzeug, Gitarre, Gesang) scheint offensichtlich bester Stimmung zu sein. „Hallo vollbenebeltes Göttingen“ ruft Jannis in die Menge und los geht es mit dem wunderschön groovenden „Passive-Agressive“. Mit dem Lob „Ihr seid Helden und Heldinnen der Herzen in einer großen dunklen Rauchwolke“ bedankt sich Jannis gleich zu Beginn beim Publikum fürs Kommen trotz Fußball und schlechten Wetters.

In der Folge versprüht die Band ein Feuerwerk an Spielfreude, Musikalität, Humor und Wortwitz. Sie weiß auf charmante Art das Publikum mitzunehmen und erklärt Göttingen schmunzelnd mal eben zu einer Country-Hochburg. „Ich hab gestern meine Freundin in den Kühlschrank gestellt und jetzt weiß ich nicht, ob sie mir tiefgekühlt noch gefällt...“ singen sie im „Refrain vom „Kühlschranklied“, das mitreißend losrumpelt. Mit dem Ausruf „Göttingen, bist du im Sog der Breitnis?“ heizen sie die textsicheren Fans zum Mitsingen in dem gleichnamigen Stück an.

Abrupte Tempowechsel

Mit ihrer kreativen Spontaneität, mehrstimmigem Gesang und abrupten Tempowechseln sorgen sie für ein akustisches und auch durchweg tanzbares Vergnügen. Wunderschön kommt „Der Basilikum ist tot“ nur zur Gitarren und Perkussionsbegleitung daher, „das ruhigste Lied, das sie je gemacht haben“. „Morgensport“ ist ein schönes Wortspiel und „Der ganze Osten heißt Mandy“ ein Ohrwurm mit Hitcharakter.

„Wir singen lieber intellektuell, denn die dummen Lieder vergisst man so schnell...“ ist der passende Schlussrefrain aus „Liebe Lieder“. Dazu begleiten sie sich ganz intim mit einer Lochstanzen-Spieluhr. Eine durchweg sympathische Spaßkapelle verabschiedet sich mit großer Unterhaltungskunst eindrucksvoll von ihrem treuen Publikum.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff