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Symphonien der Straße

Allan Taylor in Northeim Symphonien der Straße

Zu seinem 50-jährigen Bühnenjubiläum hat der englische Gitarrist und Sänger Allan Taylor im Bürgersaal direkt neben dem Tonstudio Pauler Acoustics, in dem er seit 1995 seine Alben aufnimmt, gleich zwei Konzerte gegeben, die von Günter Pauler mitgeschnitten und gefilmt wurden.

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Tief in seine Lieder eingetaucht: Allan Taylor.  

Quelle: Linnhoff

Northeim. Taylor gibt sich schon vor dem Konzert sehr publikumsnah und nimmt sich Zeit für Gespräche mit Besuchern. Diese sind teils von weit her aus Ungarn, den Niederlanden, Berlin oder Büsum angereist, um Taylor in Northeim zu erleben.

Mit warmer, sonorer Stimme, begleitet von seinem eindrucksvollen Gitarrenspiel, präsentiert er seine folkgeprägten Songs. Sie handeln meist von seinen Eindrücken „on the road“. In diese Erlebnisse tauche er manchmal so tief ein, dass er vergesse, vor einem Publikum zu stehen. So lässt er sich bei „Endless Highway“ das Booklet der CD bringen, um den Text nachzulesen und dann humorig festzustellen, was für tolle Songs er geschrieben habe.

„New York In The Seventies“ handelt von Erfahrungen in der damaligen Zeit in Greenwich Village. Der Song thematisiert zu der Zeit aktuelles Geschehen wie den Vietnam Krieg, den Christopher Street Day oder Taylors Drogenerlebnis mit Bob Marley.

In „Golden Island“ geht es um die „unvernünftige“ Entscheidung, ohne Geld mit seiner Frau in die Karibik zu reisen. Dort komponierte er kurioserweise dann seinen erfolgreichsten Song „It’s Good to See You“, der inzwischen mehr als 100-mal in zehn verschiedenen Sprachen gecovert wurde. Mit Hannes Wader hat er das Lied im Duett aufgenommen, und Nana Mouskouri hat es bei der Rückkehr Griechenlands zur Demokratie gesungen.

Taylors musikalische Reise führt weiter nach Paris. Sein 2003 erschienenes Werk „Hotels and Dreamers“ widmete er den sogenannten „Beats“, einer Generation von Poeten, Schriftstellern und Songschreibern um Jack Kerouac, Allen Ginsberg und William S. Burroughs, die in den späten 1950ern in Paris einen kulturellen Mittelpunkt fanden.

„The Beat Hotel“ ist Zeugnis dieser Zeit dort, fulminanter musikalischer Höhepunkt mit  bluesigem Slideintro und Abschluss des Abends zugleich, mit großem Beifall bedacht.

Als Zugabe sind dann noch Eindrücke aus Taylors neuem Projekt „There Was a Time“ zu hören, das in diesen Tagen erscheint. Die Aufnahme ist eine Kooperation Taylors mit dem Göttinger Symphonie-Orchester. Der italienische Komponist, Dirigent und Arrangeur Valter Sivilotti hatte vorweg ausgewählte Songs von Taylor für Orchester arrangiert. Das Orchester wird per Playback eingespielt und Taylor singt dazu live.

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