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Szenische Lesung mit Loriot-Werken

Sketch-Klassiker Szenische Lesung mit Loriot-Werken

Von diesem Sketch-Klassiker kann fast jeder Teile auswendig: Ein verzweifelter Bettenfachverkäufer muss zwischen zwei um ein Doppelbett rivalisierenden Pärchen vermitteln. Für Alltagsdramen von Loriot machte der Literaturherbst das Göttinger Geschäft Betten Heller am Sonntag zum Veranstaltungsort.

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"Dramatische Werke": Loriot-Sketche zum Literaturherbst.

Quelle: Schneemann

Göttingen. Göttinger Schauspieler haben an diesem ungewöhnlichen und doch so treffend gewählten Ort Loriots Ur-Typen ein neues Gesicht gegeben. Maja Müller-Bula (Stille Hunde) sowie Franziska Lather, Peter-Christoph Scholz und Karsten Zinser vom Jungen Theater haben dabei das fast Unmögliche geschafft: Sich von den übermächtigen Vorbildern Loriot und Evelyn Hamann zu lösen ohne dabei die einmalige, liebenswerte Charakteristik der Figuren aus den Augen zu verlieren. Das ist wahrhaftig einer besonderen Anerkennung wert, denn hat nicht jeder von uns nahezu jedes Augenbrauen-Zucken, jede Geste der beiden Originale und der Cartoon-Figuren fest im Kopf gespeichert?

Ob der doch nicht so erfahrene dritte Skat-Spieler, die Herren im Bad oder die an der zungenbrecherischen Namensgebung der englischen Figuren und Orte einer Serie verzweifelnde Fernsehansagerin. Die vier Darsteller brauchten oft nur die passende Konstellation und Haltung einzunehmen: Ohne ein Wort gesprochen zu haben hörten sie schon erste Jauchzer des Wiedererkennens im Publikum.

Loriot hat absolut zeitlose Evergreens geschrieben, die man immer wieder und wieder genussvoll sehen und lesen kann. Die haarsträubend-liebenswerten Alltagsdramen sind einfach zu schön. Verlegerische Neuauflagen seiner Werke lohnen den Aufwand daher sicher ebenso wie eine gekonnte szenische Neuinszenierung wie diese.  Isabel Trzeciok

 

Die zweite szenische Lesung zu „Loriot – dramatische Werke“ am Mittwoch, 26. Oktober, ist bereits ausverkauft.

 Loriot: "Dramatische Werke". Diogenes Verlag , 36 Euro.

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