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Performance im Parkhaus

„Tanz-Kultur-Woche“ Performance im Parkhaus

Mit acht Vorführungen und zwei Workshops geht die „Tanz-Kultur-Woche“ des Vereins „Kultur in der Alten Fechthalle“ in die siebte Runde. Von Sonnabend, 17., bis Sonntag, 25. September, erwartet die Besucher klassischer und zeitgenössischer Tanz, Kammermusik, Gesang und Lesungen.

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Quelle: GT

Göttingen. Gespielt wird auch in Friedland und Einbeck. Die klassischen Tänzer Christina Voce und Alexander Teutscher sind auf den großen Bühnen in Berlin, Rom und Wien zu Hause. Für die „Tanz-Kultur-Woche“ haben sie klassische sowie moderne Stücke, unter anderem Schuberts „Winterreise“, für den 50 Quadratmeter großen Tanzbereich im Apex umgeschrieben.  „Tanz hautnah“ ist das Motto des Abends, an dem das Publikum den Tanzenden sowohl räumlich als auch persönlich nahe kommen kann. In moderierten Gesprächen geben Voce und Teutscher Einblicke in ihre Biographien und ihren Alltag als Tänzer (Mittwoch, 21. September, 19.30 Uhr).

Die Alte Wassermühle in Friedland wird zum Schauplatz einer ungewöhnlichen Begegnung. Das Rauschen des Mühlbachs und der akustische Rythmus der eng getakteten Güterzüge, die an der Mühle vorbeifahren, werden in die Performance von Tänzerin Tina Essl miteingebracht. Dazu spielen Michael Schäfer am Klavier, Hans-Henning Vater an der Violine und Nils König am Gong langsame und meditative Musik unter anderem von Schubert. „Allein räumlich gesehen ist es eine ganz spannende Mischung“, sagt Judith Kara, Tanzlehrerin an der Göttinger Ballettschule „Art la danse“ und seit Beginn der „Tanz-Kultur-Wochen“ 2008 künstlerische Leiterin. Der Beginn der Veranstaltung ist pünktlich zum Sonnenuntergang geplant, um dem Titel „In der Dämmerung – Klang, Traum und Ewigkeit“ gerecht zu werden (Donnerstag, 22. September, 19.16 Uhr).

„Ich bin seit 25, 30 Jahren damit beschäftigt, Tanz an ungewöhnliche Orte zu bringen“, sagt der künstlerische Leiter der „Tanz-Kultur-Woche“, Christoph Schütz. Dieses Vorhaben setzt er zusammen mit der Kasseler Tänzerin Heike Wrede um, wenn das Parkhaus am Groner Tor zu ihrer Bühne wird. Zur Musik von Jürgen Morgenstern-Feise aus Hannover verbindet sich Tanz mit der Architektur und der  Atmosphäre des Spielortes. Sogar ein Auto wird in die Performance miteinbezogen (Sonntag, 18. September, 17 Uhr).

In einer Erstaufführung zeigt ein Schüler-Ensemble von „Art la danse“ Hans-Christian Andersens „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“. Die Choreographie von Kara führt das Publikum durch verschiedene Räume der Privaten Hochschule Göttingen und lässt sie an der Darbietung mitwirken (Dienstag, 20. September, 19.30 Uhr). 

Zum Abschluss der Woche können sich Interessierte von Kara und Schütz in das Klassische Ballett, die Contact-Improvisation und das zeitgenössische Partnering einführen lassen. Bei der Abschlussfeier wird außerdem ein Kurzfilm gezeigt, den ein Hannoveraner Filmteam aus Mitschnitten aller Veranstaltungen zusammenstellt (Sonntag, 25. September, ab 14.30 Uhr).

Das detaillierte Programm gibt es unter kultur-in-der-alten-fechthalle.de. Tickets sind in der Geschäftsstelle des Tageblattes in Göttingen, Weender Straße 44, und in Duderstadt, Marktstraße 9, erhältlich. Interessierte können sich unter Telefon 0551/42582 für die Workshops anmelden.

Von Jana Probst

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