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"Tektonik": Ausstellung in der Wasserscheune

Steinige Kunst "Tektonik": Ausstellung in der Wasserscheune

Echte Steine, gemalte Steine, fotografierte Steine – sie alle werden im Studio Wasserscheune in Erbsen ausgestellt, vor einer Kulisse, die von Natursteinwänden, Fachwerkstil und dem Blick in die Natur geprägt ist.

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Von der Ästhetik der Steine.

Quelle: Hinzmann

Erbsen. Bei der Ausstellung „Tektonik“ haben sich Geologe Joachim Reitner, Fotografin Dorothea Hause-Reitner und Malerin Cornelia Hundertmark zusammengetan, um sich künstlerisch mit ihrer Arbeitsumwelt auseinander zu setzen.

Denn nicht nur Reitner setzt sich mit Geologie auseinander. Hundertmark ist wissenschaftliche Zeichnerin im Geowissenschaftlichen Zentrum an der Uni Göttingen, Hause-Reitner arbeitet in der Elektronenmikroskopie, wo sie unter anderem Gesteinsschichten betrachtet. Beschreibungen hängen an den Steinen, Gemälden und Fotografien nicht. „Die künstlerische Wahrnehmung soll in den Vordergrund gerückt werden, nicht die Wissenschaft“, so Beate Birkigt-Quentin, Chefin des Studio Wasserscheune.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung im Studio Wasserscheune, Alte Dorfstraße 4 in Erbsen, ist bis zum 12. Juni jeden Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Zwischen Mikroskopieaufnahmen, die Gesteinsschichten stark vergrößert auf die Leinwand bannen, stehen Steine, manche dunkel, mit rauer Oberfläche, manche hell glänzend. Es sind jedoch nicht die gleichen wie die auf den Fotografien oder Gemälden. Fotografien von einer bröckelnden, halb-verputzten Mauer oder einem rot-weißen Stein, der auf den ersten Blick an ein Stück rohes Fleisch erinnert, hängen zwischen Gemälden von Hundertmark. Besonders schön ist eine gemalte Mauer, die dezent silberfarben und golden glänzt.

Die stetig dumpf im Hintergrund brummende Musik passt zum Stein-Ensemble. „Das ist ein Erdbebenausbruch, musikalisch für das Menschen-Gehör transformiert“, erklärt Birkigt-Quentin. Passend dazu gibt es eine Fotografie versteinerter ornamentaler Formen eines Vulkanausbruchs. Ergänzt wird die Stein-Kunst durch Keramik-Objekte von Wolf Dieter Schmidt-Ott, die mal von den Strukturen gut zu Gemälden und Fotografien passen, an manchen Stellplätzen in der Galerie eher untergehen.

Von Kleinigkeiten abgesehen, fügen sich Steine, Fotografien und Gemälde zu einem homogenen Ganzen zusammen, die unterschiedlich dargestellten Steine passen gut in die idyllische Wasserscheune. Von den Sofas im Ausstellungsraum lässt sich die Kunst entspannt betrachten. Doch der Ausstellung fehlt der Reiz, um sich darüber hinaus damit auseinanderzusetzen.


Von Hannah Schweiwe

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