Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
„Ten Tenors“ aus Australien in der Stadthalle Göttingen

Schmelz und Swing „Ten Tenors“ aus Australien in der Stadthalle Göttingen

Schwarzer Anzug, weißes Hemd, die Frisur sitzt ausnahmslos: Zehn muntere Männer aus Australien stehen auf der Bühne. Ihr Versprechen: ein schöner vorweihnachtlicher Abend mit Musik aus der ganzen Welt. Mit ihrer eigenwilligen Mischung aus Weihnachtsliedern, Musical-, Rock- und Popsongs präsentieren sich die Ten Tenors in der halbgefüllten Göttinger Stadthalle.

Voriger Artikel
Große Gala des Vereins Kunst in der Stadthalle am Albaniplatz
Nächster Artikel
Jubiläum des Göttinger Tageblattes und des Deutschen Theaters

Charmante Australier: Die Ten Tenors.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Bereits seit 1995 gibt es das ungewöhnliche Vokalensemble aus Australien. Damals taten sich zehn Musikstudenten für einen TV-Auftritt zusammen.

Seit 1998 sind sie auf eigenen Konzerttourneen unterwegs. Nach unzähligen veränderten Besetzungen ist eines gleich geblieben: immer noch sind die Mitglieder (bis auf wenige Ausnahmen) Studenten des Queensland Conservatory. Mit ihren Programmen touren sie auch durch Europa.

Mit „Joy to the World“ und dem traditionellen „Adeste fideles“ beginnt der Abend weihnachtlich. Ein wenig steif und getragen geben sich die zehn Sänger. Das der Zuhörer sie damit nicht allzu ernst nehmen sollte, zeigt sich zunächst an den zackig einstudierten Bewegungen mit dem Mikro.

Spätestens als sie zu einem Medley mit Songs aus dem Musical Jersey Boys wechseln, ist klar: die Musiker wollen nicht zu viel getragene Stimmung, sondern werden das immer wieder charmant und ironisch durchbrechen. Diese Balance aus mal festlich, mal schmelzend und swingend und dann wieder poppig mit Tanzeinlagen gelingt.

Ein bisschen Deutsch, viel Englisch, so plaudern sie sich durch die Ansagen. Weihnachten ist der heißeste Tag im Jahr in Australien, erfahren die Zuhörer. Das kälteste ist da das Bier. Kein Wunder, dass es keine australischen Weihnachtslieder gibt. Da liefern die Zehn doch lieber Aussie-Classics mit „Down Under“ von der Band Men at Work.

Stimmlich sind die Musiker nicht all ihren Aufgaben gewachsen. Michael Jacksons Songs, in einem Medley vorgetragen, kommen nicht so leicht über die Lippen und auch an anderer Stelle sind kleine und größere Mängel zu hören. Dem fröhlichen Abend tut das keinen Abbruch. Angenehm unterhalten haben sie ihr Publikum, das mit viel Applaus dankt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff