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Terje Nordgarden auf der Kulturbühne im Apex

Beeindruckende One-Man-Show Terje Nordgarden auf der Kulturbühne im Apex

Vergleiche mit Bruce Springsteen, Rufus Wainwright oder Ryan Adams werden herangezogen, wenn das musikalische Schaffen von Terje Nordgarden beschrieben wird. Dass der norwegische Sänger und Gitarrist aber auch seine ganz eigene künstlerische Identität hat, bewies sein Auftritt im Göttinger Apex.

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Markante Stimme zu Reggae, Coutry und Rock'n'Roll: Terje Nordgarden.

Quelle: Linnhoff

Göttingen. Im Frühjahr 2015 erschien sein in Dresden in der Dreikönigskirche aufgenommenes Live-Album. Nachdem der Songschreiber, Gitarrist und Sänger immer wieder mitgeschnittene Live-Aufnahmen aus unterschiedlichen Gründen verworfen hatte, war er bei diesem Mitschnitt mit Ausdruck, Klang und Atmosphäre rundherum zufrieden. Zuvor hatte er hunderte von Live-Konzerten in Europa und Nordamerika gegeben. Genau wie auf dem Album nur mit Gitarre, Harmonika und Loopstation ausgestattet präsentiert er auch im Apex seine Indie-Rootsmusik.

„It´s good to be back in Göttingen“ ist die erste Ansage des von Beginn an sympathisch rüberkommenden Künstlers. Nordgarden war schon mal vor ungefähr drei Jahren im Apex. Er erzählt die Geschichte um eine neue Beziehung, mit der man zuerst einmal in die kalten, rauhen Berge Norwegens fährt, um zu testen, wie tief die Liebe ist. „Up On The Hillside“ ist der Song dazu und gleich eine beindruckende Demonstration seiner innovativen Gitarrenkünste.

Modulierende Gitarrenklänge wie auch den gesungenen Refrain jagt er durch die Loopstation und baut so in epischer Breite nach und nach einen faszinierenden Klangkosmos auf. Darüber spielt er Bottleneck-Gitarre zu einem trockenen, immer wiederkehrenden Rhythmus, seine markante Stimme setzt im Wechsel mit der Blues Harp ein. Nordgarden windet sich zum Rhythmus, lässt die Gitarre heulen und wirbelt mit seinem langen blonden Haar ekstatisch über die Bühne. Übergangslos geht es weiter mit „The Path Of Love“ und dem Danach, wenn man aus den Bergen zurückgekommen ist.

Stück für Stück stellt er seine musikalische Vielseitigkeit unter Beweis. „Here We Go Again“ kommt als Mix aus Reggae und Country-Musik. In „Bones“ gibt er den Rock´n'Roller und „The Move On“ kommt grungeartig.

Vor 15 Jahren hat er sich in das Land Italien verliebt, dort sein erstes Album aufgenommen und einige Zeit auf Sizilien gelebt. „Blessed“, ein ruhiger, einfühlsamer Song ist aus der Zeit. „Invisible“, von Nordgarden in Italienisch vorgetragen, stammt von seinem komplett in italienischer Sprache eingespielten Album „Dieci“.

Er sei am Tag über den Göttinger Wall gejoggt und habe dabei den Frühling gespürt. „Stay Away“ ist seine Hymne an den Frühling und beendet unter großem Applaus eine beeindruckende One-Man-Show.

 

Von Jörg Linnhoff

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