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Textlich gar nicht so harmlos

Widmann-Konzert Textlich gar nicht so harmlos

Eine Gitarre, ein Liederbuch und seine kratzige Stimme. Mehr braucht Götz Widmann nicht. Am Donnerstag war er wieder einmal in Göttingen zu Gast. Diesmal im „Exil“, allerdings mit imaginärem Trauerflor für das Café Kreuzberg, wie er sagt, wo er üblicherweise gastiert.  

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Bringt zum Lachen und Nachdenken: Götz Widmann.

Quelle: Mischke

Um acht Uhr  stehen die Besucher vor dem „Exil“ in freudiger Erwartung auf ihren Götz. Das Konzert hat sowieso mehr den Charakter eines Zusammentreffens unter alten Freunden. Man kennt sich, man mag sich. Als Anheizer darf Heinz Ratz ran. Der spielt weniger Musik, sondern erzählt lieber erfundene Geschichten über ihn und Widmann. Der reale Widmann liegt dabei seitlich auf der Bühne und wirkt, als ob er sich eine Gute-Nacht-Geschichte anhört. 

Die Liebe an sich

Danach darf er selber die Bühne betreten. Auf seinem T-Shirt prangt das Wort „harmlos“. Das sind seine Songs aber keinesfalls. Widmann ist gerne direkt. Die erfrischende Ehrlichkeit seiner Sicht der Welt kommt gut an. Mit rotzigen Texten über Frauengeschichten, Drogen oder die Liebe an sich bringt er das Publikum zum Lachen und Nachdenken. Mit geschulterter Gitarre besingt er eine „Zaubersteuer“. Sie bringt den Steuerzahler zum Strahlen, denn sie wird auf Hanf erhoben. 

Immer wieder streut er kleine Geschichten über sein Musikerleben ein: „Erst jubeln einem die Frauen zu, und nach dem Konzert sind sie alle weg“. Gespielt hat er neben neuen Liedern auch viele Klassiker, zum Beispiel „Hank“.  Bei denen ist das Publikum sowieso textsicher und singt begeistert mit.

Jascha Grewe

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