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The 12 Tenors in Göttingen

Die größten Hits zum Mitklatschen The 12 Tenors in Göttingen

Der Mix ist bunt. Von der Arie bis zum Pop-Song reicht das Repertoire von The 12 Tenors. Am Sonntag traten die Sänger vor fast 300 Zuschauern in der Stadthalle auf. Als am Ende Johannes Halbig zu Joe Cockers „You can leave your hat on“ sich seiner Kleider zu entledigen begann, raste der Saal.

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Der Mix ist bunt. Von der Arie bis zum Pop-Song reicht das Repertoire von The 12 Tenors. Am Sonntag traten die Sänger vor fast 300 Zuschauern in der Stadthalle auf. Als am Ende Johannes Halbig zu Joe Cockers „You can leave your hat on“ sich seiner Kleider zu entledigen begann, raste der Saal.

Quelle: Heller

Göttingen. Sie konzentrieren sich auf die bewährten Klassiker, die großen Hits der Musikgeschichte. Der Bogen, den die Tenöre spannen, reicht weit.

Da sorgt gleich zu Beginn „O Fortuna“ aus Carl Orffs Carmina Burana für Dramatik. Es folgt „Mein kleiner grüner Kaktus“ von „Deutschlands erster Boy-Group“, so Halbig, den Comedian Harmonists. Da gibt es Schlager zum Mitschunkeln, aber auch das russische Volkslied Kalinka.

„Ohne Dich“ der Münchener Freiheit singen die Herren in den schwarzen Anzügen a cappella. Sonst lassen sie sich von Schlagzeug und zwei Keyboards begleiten. Es folgt Hit auf Hit: Michael Jacksons „Heal the world“, John Miles Rockballade „Music was my first love“ oder „Take on me“ von Aha. Viel Applaus gibt es für ein James-Bond-Medley, auch wenn die Zwölf mit der Stimme nicht so hoch kommen wie Adele in „Skyfall“.

Alle Sänger bekommen im Laufe des Abends ihre Soli. So brilliert etwa der schwergewichtige Alexander Herzog aus Nürnberg mit dem neapolitanischen „‚O sole mio“. Für einen lange gehaltenen Ton bekommt der studierte Opernsänger viel Applaus. Der korpulente Herzog, der wie ein Kugelblitz über die Bühne schießt, ist der Komiker der Truppe. Der Humor kommt in der witzig moderierten Show ohnehin nicht zu kurz.

Die jungen Tenöre stecken das Publikum mit ihrer guten Laune an. Bei fast jedem zweiten Lied motivieren sie zum Mitklatschen. Und die Zuschauer, die fast alle der Generation 50plus angehören, ziehen mit. Das hat die Gruppe schon anders erlebt, berichtet Herzog und nennt schaudernd Sachsen-Anhalt. Die Stimmung in der Stadthalle steigt. Am Schluss hält es die Gäste nicht mehr auf ihren Sesseln. Dann wird mitgetanzt.

Die Musiker, die aus verschiedenen europäischen Ländern und aus Australien kommen, strahlen. 60 Konzerte wollen sie bis März noch bewältigen. Auch in Lodz, St. Petersburg und Moskau tritt die Gruppe, die bereits China und Japan tourte, in diesem Jahr noch auf.

Von Michael Caspar

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