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"The Australian Pink Floyd Show"

Rock in der Lokhalle "The Australian Pink Floyd Show"

In Adelaide, Australien, 1988 gegründet, hat sich die Band zum Ziel gesetzt, die Musik von Pink Floyd mit entsprechender Liveshow originalgetreu nachzuspielen. Im Rahmen ihrer Tour 2016 gastierte „The Australian Pink Floyd Show“ nun mit einem Crossover der besten Pink-Floyd-Songs in der Lokhalle.

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Opulentes Bühengeschehen: „The Australian Pink Floyd Show“ in der Lokhalle.        

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Mit viel Liebe zum Detail arbeitet die Band die charakteristischen Stilmerkmale der britischen Progressive-Rock-Band heraus. 1996 wurde die Musiker sogar von Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmour zu seinem 50. Geburtstag eingeladen, um dort aufzutreten.

Aufwändige show

Kaleidoskopartige Bilder auf einer riesigen, kreisrunden Video-Leinwand, zuckende Lichtblitze, verzerrte Stimmen aus den Boxen und ein schneidendes Gitarrenriff: Mit „Astronomy Domine“ beginnt die zweieinhalbstündige Show der Australier. Über durchlaufende Jahreszahlen, die 1975 stehenbleiben, wird das Publikum in einem Schwarz-Weiß-Video zum Erscheinungsjahr von „Wish you were here“ geführt. Mit punktuellen Lichtvorhängen garniert, erklingt das prägnante Thema von „Shine on you crazy diamond“. Zu „Time“ ist ein riesiges Uhrwerk zu sehen. Stroboskopblitze und Laserstrahlfächer breiten sich über das Publikum aus.

Ohne Zwischenkommentare spielt sich die neunköpfige Band auf ihrer musikalischen Zeitreise durch mehr als 50 Jahre Pink-Floyd-Geschichte. Eng orientiert an den Originalen, auf musikalisch hohem Niveau und begleitet von einer faszinierenden Lightshow bieten vor allem die beiden E-Gitarristen feinste Kost in den typischen, ausufernden Improvisationen.

Die Videoeinspielungen zeigen adäquat zu den Textzeilen oft kritische Momente des Zeitgeschehens. Zu dem funkigen „Pigs“ sind Politiker wie Reagan, Thatcher, Bush und andere Prominente mit Schweinsnasen zu sehen. Zu „Another brick in the wall Pt. 2“ fahren in einem Animationsfilm Schüler mit einheitlichen Masken auf einem Förderband.

Stehender Applaus

Dazu baut sich am Rand der Bühne eine riesige skurrile Lehrerfigur auf. „The Fletcher Memorial Home“ thematisiert aus der Sicht von Pink-Floyd-Bassist Roger Waters dessen Frust über die Staatslenker nach dem Zweiten Weltkrieg und ist seinem 1944 gefallenen Vater gewidmet. Im Video wird ein Buch mit begleitenden Zeichnungen umgeblättert. Auf der letzten Seite steht nur das Wort „Respect“.

„Comfortably Numb“ beendet die für Auge und Ohr beeindruckende Show. Ein riesiger „Mirrorball“ senkt sich von der Decke und wirft unzählige von Lichtstrahlen in die Lokhalle. Das Publikum erhebt sich, spendet stehend Applaus und wird mit dem fulminanten „Run like hell“ förmlich aus der Halle gefegt. Respekt!

Von Jörg Linnhoff

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