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Wie ein Hurricane

The Burning Hell in der Musa Wie ein Hurricane

Sie sind nicht zum ersten Mal in der Gegend und haben sich im Laufe der Zeit ein treues Publikum erspielt. Das fünfköpfige kanadische Kollektiv „The Burning Hell“ um Mastermind Mathias Kom zelebrierte seine unnachahmliche, humorvolle Mischung aus Folk und Indie-Rock-Klängen dieses Mal in der Musa.

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Quelle: Linnhoff

Göttingen. Ein großer Energie- und Spaßfaktor ist garantiert bei der kanadischen Folk- und Indie-Rock-Show von „The Burning Hell". Kom ist Musiker, Entertainer, Songwriter und humoriger Zyniker zugleich. Dies spiegelt sich ausdrucksvoll in seinen mit dunkler Stimme vorgetragenen Geschichten wieder.

Als Warm-up zeigt Bassist Nick Ferrio vorweg in Trio-Besetzung mit eigenen Stücken aus seinem Album „Among the coyotes and birdsongs“, welch hervorragender Gitarrist und Songschreiber auch er ist.
Zum Film-Thema von „Back to the future“ betritt dann die komplette Band die Bühne und legt gleich in einem Höllentempo mit „The Stranger“ und „Give up“ zwei Abräumer auf Parkett. Das fünfköpfige Kollektiv um Sänger und Gitarrist Kom, die Klarinettistin, Saxophonistin und Sängerin Ariel Sharratt, Bassist Nick Ferrio, E-Gitarrist Darren Browne und Drummer Jake Nicoll entfacht vom Start weg mit ausgelassenem Spielwitz eine teuflisch unterhaltsame Stimmung in der Musa.

Klezmer oder Calypso-Folk, gepaart mit Rock´n Roll Attituden und morbiden Balladen zu humorvollen Texten zaubert Koms „Wanderzirkus“ aus seiner vorweihnachtlichen Wundertüte. Am Abend zuvor haben sie noch über 300 Besucher in Köln gemeinsam mit der englischen Band „The Wave Pictures“, die laut Koms Aussage die beste Band der Welt sei, bis spät in die Nacht bespaßt.
Ihr aktuelles Album „Public Library“ ist in einem literarischen Kontext angelegt. Das im Booklet als „Romantic Comedy“ titulierte „Fuck the goverment, I love you“ wird zu einem emotionalen Höhepunkt ihrer Show. Der Song schildert in einem herrlich humorigen Gesangs-Duett das erste Aufeinandertreffen von Sharratt und Kom auf einer Vegetatarier-Party. Sie widmen das Stück kurzerhand zum Weihnachtslied um und während der Mirrorball kreist darf das Publikum den Refrain singen.

Die humorvolle und fast durchweg tanzbare Show geht unter großem Applaus mit zwei Zugaben-Medleys zu Ende. Dabei klingt „Everybody needs a body (to be somebody)“ als Walzer aus und in „It happens in Florida“. singt Kom wiederholt den eingängigen Refrain „Love is like a hurricane...“. Wie ein Hurricane sind sie auch durch die Musa gefegt.
Diese innovative Indie-Rock-Zirkustruppe gehört sicher zum Besten, was die Indie-Szene derzeit weltweit zu bieten hat.

Von Jörg Linnhoff

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