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Herzhaft schrammelnde Gitarren

The Fog Joggers und Felix Woitschig im Apex Herzhaft schrammelnde Gitarren

Die Musik der Fog Joggers ist geprägt durch schlichten, eingängig melodischen Mainstream-Rock. Der 2007 in Krefeld gegründeten Band eilt der Ruf voraus, mitreißende Konzerte zu geben. Davon konnten sich die zahlreichen Besucher im Apex überzeugen.

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Quelle: Wenzel

Göttingen. Texter, Sänger und Gitarrist Jan Büttner wird in Göttingen begleitet von Christian Peitz an der Orgel, Bassist Stephan Selbach und Dominik van Bebber am Schlagzeug. Support und Gitarrist Felix Woitschig, sonst in der Band „Linus“ zu Hause, ergänzt das Quartett. Woitschig präsentiert vorweg solo nur zur Gitarre mit eindringlicher Stimme eigene, meist sehr elegische Stücke wie „Cloudy Day“ oder Coverversionen wie das sehr ­atmosphärische „Free Fallin´“ von Tom Petty.

Der Raum vor der Bühne im Apex bleibt an diesem Abend auf Wunsch der Band unbestuhlt. Büttner steht klar im Mittelpunkt des Geschehens. Seine kratzige Stimme erinnert an die von Bryan Adams. Das rockige Titelstück ihres aktuellen Albums „From Heart To Toe“ ist der richtige Dosenöffner. Gradlinige Gitarrenriffs werden unterlegt von Peitz´ Orgelspiel, dazu kommen druckvolle Drums und klar gesetzte Breaks. Die Band spielt sich warm und im Laufe des Abends durch ihre zwei bisher veröffentlichten Longplayer. „Forever And A Day“ wie auch „Hold On“ rumpeln sich eingängig ins Ohr. Ein Teil des Publikums erweist sich als harte Fangemeinde und zeigt sich textsicher.

Dem dauerhaften, in ­leiseren Passagen sehr störenden Gemurmel im Publikum begegnet Büttner bei einer Ansage ironisch mit der Frage „Stör ich?“. „Flying/Falling“ beginnt mit ruhigem, entspannten Gesang und langsam wird der Rest der Band mitgenommen. Mit akustischer Gitarre begleitet fällt „The Season“, das erklärte Lieblingsstück Büttners, etwas aus dem Rahmen.

Zum Ende greifen sie
mit „Waiting In The Wings“ und der Singleauskopplung „Take Away“ unter lautstarkem Jubel noch mal in die „Hitkiste“. Dazwischen gibt sich Büttner beschaulich und besingt das „wahre Leben“ unplugged allein an der Bühnenkante.

Nach dem Konzert werden dann noch fleißig Handyfotos mit Band und Besuchern geschossen.

Eingängige Melodien, dazu herzhaft schrammelnde Gitarren und kratzige Vocals, der Cocktail, den die Fog Joggers eingeschenkt haben, hat die zahlreichen Besucher offensichtlich begeistert.

Von Jörg Linnhoff

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