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"The Henry Girls" ganz frisch

Irische Musik im Apex "The Henry Girls" ganz frisch

Sie haben den Ruf, eine der wegweisenden Folkgruppen Irlands zu sein. Die drei Schwestern Karen, Lorna, und Joleen McLaughlin sind in ihrer Heimat von jeher als „The Henry Girls“ bekannt. Mit einer Mischung aus traditioneller irischer Musik, New Folk und Swing sind sie im Apex aufgetreten.

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Frisch und sympathisch: „The Henry Girls“. 

Quelle: Heller

Göttingen. Für ihre aktuelle „Louder Than Words Tour 2016“ versprechen Karen (Violine, Ukulele, Gesang) Lorna (Gesang, Akkordeon) und Joleen (Harfe, Piano und Gesang) laut Ankündigungstext eine transkontinentale Klangreise von den nördlichsten Klippen Irlands bis in den bergigen Südosten der USA. Schwungvoll betreten die drei Schwestern die Bühne.

Sie seien nun schon zum vierten Mal in Deutschland, aber zum ersten mal in Göttingen, erzählt Karen mit gewinnendem Lächeln, garniert mit ein paar deutschen Wörtern. Schnell landen die Musikerinnen mit ihrer offenen Art große Sympathien bei den rund 100 Besuchern im ausverkauften Apex. Mit Finger Snapping und dreistimmigem A-cappella-Gesang bringen sie das Publikum gleich zu Beginn in eine ausgelassene Stimmung. Im Laufe des Konzertes soll dieses auch mehrfach zu einem stimmgewaltigen Backgroundchor werden.

„Sing my sister down“ demonstriert, was die Musik des Trios ausmacht. Ihr virtuoses Zusammenspiel zwischen Violine, Akkordeon und Harfe wird prägnant getragen von ihrem komplexen, dreistimmigen Gesang und der Freude an der Musik ihrer irischen Heimat. Dabei wechseln die Musikerinnen von Stück zu Stück immer mal wieder die Instrumente. „Couldn’t ask for more“ ist eine Komposition der jüngsten Schwester Joleen, die zu dezenter Perkussion und Ukulele auch ein kurzes Harfensolo beiträgt.

Die musikalischen Wurzeln des Trios liegen vorwiegend bei traditionellem irischen Folk. Zu dem reinen A-cappella-Stück „Here beside me“ hat sie Ihre Heimat Donegal im Norden Irlands inspiriert. Dazu preisen sie ein jährlich im Juli dort stattfindendes großes Folkfestival an und weisen auf einen noch nördlicher gelegenen Ort hin, der häufig als Filmkulisse genutzt wird. Auch Sequenzen für den nächsten Star Wars Film sollen dort gedreht werden.

Die Spielfreude der drei Musikerinnen ist ansteckend und wird ein ums andere mal mit stürmischem Applaus bedacht. „Don’t call me honey“ ist ein sehr verspieltes Stück mit energischem Gesang und Pianospiel. Auch Elvis Costellos „Watching the detectives“ gewinnen sie mit einer frischen, sehr eigenen Interpretation ganz neue Facetten ab.

Zurück bleibt der Eindruck von einem stimmungsvollen Konzert, getragen von der durchweg frischen, sympathischen Art der drei Musikerinnen.

Von Jörg Linnhoff

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