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Theater Lakritz mit „Maximiliane und die Monster“ im Göttinger Lumière

30. Figurentheatertage Theater Lakritz mit „Maximiliane und die Monster“ im Göttinger Lumière

Ein „Heidenspaß für furchtlose Monsterliebhaber“ hat am Freitag im Göttinger Lumière auf dem Programm gestanden. Das Theater Lakritz, eine Künstlergemeinschaft aus Berlin, zeigte im Rahmen der 30. Göttinger Figurentheatertage „Maximiliane und die Monster“.

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Quelle: EF

Göttingen. Maximiliane übernachtet mal wieder bei ihrer Tante Ortrud. Beide lieben Gruselgeschichten, und Tante Ortrud liest ihrer Nichte etwas vor. Nach einem Ausflug mit Bananenvölkchen und einem grünen Außerirdischen muss Maximiliane ins Bett.

Aber sie kann nicht schlafen und muss auch noch mal auf die Toilette. Und dann ist Maximiliane, die Serienheldin des mobilen Theaters, auch schon mittendrin in einem aufregenden nächtlichen Abenteuer mit skurrilen Wesen.

Mit kleinen Kartonwänden, die immer wieder neue Räume schaffen, einem großen Arsenal an Figuren und Objekten und viel Fantasie entführen die Puppenspielerinnen Nicole Weißbrodt und Kristina Feix in einen kindlich-bunten Monster-Kosmos. Die kleinen Zuschauer sind voll dabei, staunen, kreischen, fiebern mit und versuchen schon mal, am Bühnenrand ein paar Seifenblasen zu erhaschen.

Weißbrodt und Feix präsentieren eine turbulente Inszenierung, die Puppen-, Schauspiel-, Objekt- und Materialtheater verbindet und wie aus einem Guss wirkt. Ständig überraschen die Puppenspielerinnen, beide Absolventinnen der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, mit Umbauten, Ideen und Situationen.

Die Kinder können einiges erleben mit Maximiliane, einer Tischpuppe, die nachts mit ihren großen Pantoffeln durchs Haus geistert: Ein Klomonster, das Klodeckel und Wasserkasten ständig auf und zu klappt, Wasser spritzt und Klopapier frisst. Fingerpuppen als Tapetenmonsterchen, die auf einer elastischen Stoffwand von hinten gegriffen, quirlig herumfeixen. Im Kühlschrank tanzen Pinguine und ein Eisbär und der grüne Wackelpudding mutiert zu Monsterkotze. Auch in der Badewanne ist einiges los. Das Schaummonster wird lebendig, und dank Badeschaum und Waschpulver wächst die Klappmaulpuppe zu imposanter Größe heran. 

Während Maximiliane allmählich zur Ruhe kommt und doch noch einschläft, sorgt Tante Ortrud für die Schlusspointe. Jetzt vergnügt sie sich mit den Monstern. Allen voran Maximilianes Bettdecke, die mit Knäckebrot gefüttert zur monstermäßigen Knäcke-Decke wird. Ein großer Spaß, nicht nur für kleine Zuschauer.

Von Karola Hoffmann

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