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Theater im OP verlagert Spielbetrieb wegen sanierungsbedürftigen Dachs

Reanimation eingeleitet Theater im OP verlagert Spielbetrieb wegen sanierungsbedürftigen Dachs

Das Theater im OP (ThOP) muss operiert werden. Das Dach ist sanierungsbedürftig. Ein Pilz hat sich eingenistet und die Strukturen zerstört. Mit etwa 250 000 bis 500 000 Euro rechnet das Universitätsbaumanagement für die Sanierungsarbeiten.

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ThOP- und Universitätsmitarbeiter: Birgit Friedrichs, Christa Gaisbichler, René Anders, Barbara Korte, Anke Detken, Rüdiger Wolf.

Quelle: Iben

Göttingen. Die Feier zum 30-jährigen Bestehen des Hauses verschieben die Verantwortlichen auf das kommende Jahr. Auch wenn der Theaterbetrieb im Gebäude eingestellt ist, lebt die Institution weiter. Nun eben an anderen Spielorten, bis der Schaden behoben ist.

Viele Erstsemester und Studierende der Universität kennen das, was Anke Detken ausspricht. „Keinen festen Wohnsitz zu haben, ist kein Zustand“, sagt die Leiterin des ThOP, „das ist eine emotionale Belastung“. Seit 1984 gibt es das Schauspiel im ehemaligen Schauoperationssaal – mit jährlich etwa 11 000 Besucher in circa 150 Vorstellungen. Die bereits verschickten 300 Einladungen für die Geburtstagsfeier des ThOP müssen die Theaterleute zurückziehen.

„Einen zweiten Raum zu finden, der wie das ThOP ist, ist unmöglich“, sagt Barbara Korte. Vorstellungen im Januar mussten abgesagt werden, erklärt die technisch-organisatorische Leiterin. Für viele Inszenierungen sucht die Mannschaft des ThOP nach Räumen, in denen sie die Stücke aufführen können. Es sei großartig, wie andere Kulturinstitutionen auf den Schaden mit angebotenen Auftrittsmöglichkeiten reagiert hätten, sagt Korte.

Schuld an der Misere ist der Hausschwamm

So weicht die Produktion „Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“ unter der Regie von Klaus-Peter Jordan in die Aula im Waldweg 26 aus. Ein Theaterstück, dass nicht nur eine Wohltätigkeitsveranstaltung in den Mittelpunkt stellt, sondern auch gleichzeitig eine ist. Die Produktion unterstützt die Kibera Girls Soccer Academy, eine durch ein Fußballprojekt entstandene Schule im Slum Nairobis, der Hauptstadt von Kenia. Ein Gemeindezentrum und ein Wohnheim sollen entstehen.

Schuld an der Misere des ThOP ist der Hausschwamm. Nach starken Regenfällen im Juni fielen Schieferschindeln vom Dach des Hauses. Bei ihren Arbeiten bemerkten die Handwerker, dass ein Dachbalken bereits morsch gewesen sei, sagt Rüdiger Wolf, Leiter des Universitätsbaumanagements. Dem aber nicht genug: Erst nachdem die Handwerker den aus Brandschutzgründen eingebauten Estrich entfernt hatten, wurde sichtbar, dass sich an tragenden Balken der Pilz eingenistet hatte.

Wenn die nötigen Vorkehrungen getroffen sind, soll die Bauzeit voraussichtlich acht Monate betragen. Andere Gebäude der Universität gleichen Baustils sollen nun partiell überprüft werden, sagt Wolf.
Das ThOP jedenfalls geben die Verantwortlichen nicht auf. Auch wenn nun eine schwierige Zeit auf sie zukommt. Die Reanimation des ThOP ist eingeleitet. Der Patient soll leben.

Von Friedrich Schmidt

Aktuelle Informationen über weitere Veranstaltungen bietet das Thop auf der Homepage: thop.uni-goettingen.de. Das Stück „Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“ hat am Dienstag, 7. Oktober, Premiere in der Aula im Waldweg 26. Beginn ist um 20.15 Uhr.
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