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Tom Gaebel und Jupiter Jones begeistern beim KWP 2015

Mit Swing und Punk durch die Nacht Tom Gaebel und Jupiter Jones begeistern beim KWP 2015

Der zweite Abend des Festivals im Göttinger Stadtwald bietet einen weiten Bogen: Melodischer Gitarrenrock mit der Göttinger Band Unts, Swing  mit dem  Hamburger Tom Gaebel und deftigen Deutschrock mit Jupiter Jones. Bei bestem Wetter war der Kaiser-Wilhelm-Park ein weiteres Mal gut besucht.

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Der Hamburger Tom Gaebel.

Quelle: Heller

Göttingen. Die Göttinger Formation Unts eröffnet den Abend mit gut gemachter Cover-Musik. Tom Dyba am Schlagzeug Ulf Reitzenstein, Gitarre, Uwe Flessner, Bass und Stefan Puntke, Gitarre, spielen Songs von Eric Clapton, Tom Petty und den Foo Fighters. Alles gekonnt und vom Publikum mit viel Applaus bedacht. Schade nur, dass die Band keine eigenen Stücke im Repertoire hat.

Richtig gut gefüllt ist das Rund im KWP dann als Tom Gaebel mit seinem Orchester auftritt. Gaebel, studierte Jazzsänger,  ist schon seit einigen Jahren mit Swing-Nummern unterwegs  und hat inzwischen eine ansehnliche Fangemeinde. Sein großes Vorbild ist Frank Sinatra. Und tatsächlich meint man bei einigen Songs „Franky-Boy“ zu hören. Gaebel kann sich auf seine tolle Stimme verlassen.

 

Das Publikum lässt sich durch den Abend tragen. Ob gesetzte Ü-40-Grüppchen oder Pärchen mit schwarzen Klamotten, Nietengürtel und Tattoos: sie lassen sich mitreißen und schwingen Hüften und Oberkörper im Takt. Um seinem großen Vorbild Sinatra wirklich nahe zu kommen, müsste Gaebel nur noch ein wenig an seinen Ansagen feilen. Nach 20mal „liebe Leute“ und „meine Lieben“ hätte ein bisschen Variation gut getan.

© Theodoro da Silva

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Danach durchmischt sich das Publikum einmal kräftig. Nach vorn kommen nun auch die Jüngeren unter den Festival-Besuchern. Mit der Deutschrockband Jupiter Jones geht es deutlich heftiger und lauter weiter. Bereits seit 2002 existiert die Band, damals eindeutig eine Punkrockband. Richtig populär wurden sie aber mit einer Ballade: der Song „Still“ ist 2011 der meistgespielte deutschsprachige Song im deutschen Radio.

Auch mit anderen eher softeren Nummern wie „Rennen und stolpern“ haben sie Erfolg. Seit 2014 sind Gitarrist Sascha Eigner, Schlagzeuger Marco Hontheim  und Basser Andreas Becker mit ihrem neuen Sänger Sven Lauer unterwegs. Bis auf „Plötzlich hält die Welt an“  und „Sicher nicht“ singt er noch alle Nummern aus der Feder vom alten Sänger Nicholas Müller. Ab dieser Woche aber geht‘s ins Studio und man darf gespannt sein, wie die neuen Songs werden.

Ihren Spaß am Punkrock verleugnen die Jungs nicht, der Gitarrensound ist schnell, rau und heftig, das Schlagzeug treibt. Lauer ist ein wahres Energiebündel, hüpft und tanzt über die Bühne und hat die Zuhörer schnell im Griff. Mitsingen, Hände schwenken, Lauer lässt sich auf einem Surfbrett durch die Menge tragen: das Publikum feiert ausgelassen und begeistert mit einer bestens aufgelegten Band.

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