Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 16 ° Gewitter

Navigation:
Underground Remains Open Air in Göttingen

Festival von Fans für Fans Underground Remains Open Air in Göttingen

Rund 300 Besucher haben am Sonnabend die fünfte Auflage des Underground Remains Open Air (UROA) gefeiert. Acht Bands unterschiedlicher Metal Genres spielten auf dem Gelände hinter dem Göttinger Haus der Kulturen. 

Voriger Artikel
A-cappella-Konzert mit Unicante und Clazz
Nächster Artikel
Poetische Komik, rare Momente

Rund 300 Besucher haben am Sonnabend die fünfte Auflage des Underground Remains Open Air (UROA) gefeiert.

Quelle: Franke

Göttingen. "Wir wollen auf jeden Fall weitermachen", so Alexander Kriegel, einer der Organisatoren. Nicht jedem war geheuer, was auf dem Gelände am Hagenweg geschah. So berichtete Zuschauerin Beatrix Olling, dass ihr Taxifahrer mit deutlichem Abstand zum Gelände anhielt und nicht dazu zu bewegen war, näher ranzufahren. So viele schwarz gekleidete Menschen mit langen Haaren – das komme ihm merkwürdig vor.

Doch seine Sorgen waren unbegründet, wie auch Security-Chef Johannes Fischer bestätigte. "Hier läuft alles friedlich ab", erklärte dieser.

"Wir machen ein Festival von Fans für Fans", sagt Kriegel, der das Event gemeinsam mit Maximilian Brodhun, Christopher Alt und Martin Pilz auf die Beine gestellt hat. Brodhun ergänzt: "Unser Ziel ist, dass die Leute uns als jährliches Event wahrnehmen." Aber der Underground-Spirit solle auf jeden Fall erhalten bleiben. Es gebe so viele Festivals, so Kriegel, auf denen immer dieselben Bands spielen. "Wir wollen gar nicht größer werden", so Brodhun. "Sicher könnten wir eine größere Band als Zugpferd holen, aber wir wollen auch nicht, dass die kleineren Bands nur als Anhängsel gesehen werden."

Und so boten in diesem Jahr die Bands Jehacktet, Revolt, Evoked, Devastator, Atomwinter, Fäulnis, Cytotoxin und Imperium Dekadenz ein Spektrum, das von Grindcore über Thash- und Deathmetal bis zum Blackmetal reichte. Die Zusammenstellung funktioniert. "Hier gibt es ein gemischtes Publikum aus allen Richtungen des Metal", gefällt Fäulnissänger Benjamin "Seuche" Feddern. "Bei anderen Festivals würden sich die Zuschauer oft nur die eigene Musikrichtung anhören. "Hier sind die Fans viel offener." Das sei auch vor zwei Jahren bereits der Fall gewesen, als die Band das erste Mal auf dem UROA gespielt habe. "Das war für uns ein besonderer Auftritt, einer der besten des Jahres", so Feddern.

Damals sei das Publikum erst langsam, dann aber von Lied zu Lied mehr eingestiegen. "In diesem Jahr ging das deutlich schneller." Auch Lokalmatador Ole "Olle" Halsschneider, Sänger der Göttinger Band Atomwinter genoss seinen Auftritt beim UROA 2017: "Alle sind gut gelaunt. Es ist gut, dass dieses Festival gemacht wird." Die beiden Sänger, die nach ihrem Auftritt im Backstagebereich mit Lenny "Grinder" Osterhus, Sänger bei den Chemnitzern Devastator, zusammensaßen, waren voll des Lobes für die Organisatoren. "Die Jungs sind supersympatisch und kümmern sich um alles", erklärte Feddern.

"Wir glauben an unser Konzept", sagt Kriegel, "glauben daran, dass auch kleinere Bands auf Festivals funktionieren." Die Entwicklung des Festivals gibt den beiden Recht. "Wir hatten seit 2013 stetig steigende Zuschauerzahlen", so Brodhun. Doch im vergangenen Jahr habe es einen Einbruch gegeben. "Es kamen 120 Zuschauer weniger." Nach Kriegels Angaben habe dies das Team ein bisschen zurückgeworfen. "Aber wir haben für dieses Jahr ein paar Kosten eingespart, so dass wir die fünfte Auflage realisieren konnten." Und so soll es auch im kommenden Jahr eine Fortsetzung geben. "Weil wir einfach unfassbar Bock darauf haben."

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Hier bloggen wir zu den Göttinger Händel-Festspielen 2017 – berichten von Vorbereitungen, besuchen Opernproben und werfen einen Blick hinter die Kulissen. mehr

Diana Kanter besucht „Die Nutznießer – ,Arisierung‘ in Göttingen“