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Unerfüllte Liebe im virtuellen Opernhaus

Neuauflage des "Phantoms der Oper" Unerfüllte Liebe im virtuellen Opernhaus

Auf mehr als 400 Bühnen ist Veranstalterangaben zufolge die Neuauflage des Musicals "Das Phantom der Oper" seit seinem Start zu sehen gewesen. Anfang 2018 sollen Deborah Sasson die Christine und Axel Olzinger das Phantom in der Osteroder Stadthalle spielen.

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Quelle: r

Osterode. Im 100. Erscheinungsjahr des 1910 von Gaston Leroux geschriebenen Romans „Le Fantôme de l'Opéra“ war die Tour der Musicalproduktion gestartet, mittlerweile habe sie sich zu einer der erfolgreichsten Europas gemausert. Am Sonnabend, 27. Januar, soll das Tanztheater in Osterode gastieren. Beginn der Vorstellung ist um 20 Uhr. Karten für das von Sasson und Jochen Sautter geschriebene Neuinszenierung gibt es bereits im Vorverkauf.

Leidenschaft für Musik, Liebe zum Grafen

Die Geschichte ist bekannt: Die Solistin der Pariser Oper, Carlotta, fällt krank aus und wird vom Chormädchen Christine ersetzt. Die Laiensängerin singt bezaubernd - und fast zu gut, um ein Naturtalent zu sein. Tatsächlich: Im Geheimen erhält sie Gesangsunterricht, das Phantom unterrichtet sie, in Erwartung ihrer Liebe als Gegenleistung. Doch Christines Herz gehört Graf Raoul de Chagny. Sie ist hin- und hergerissen zwischen der Leidenschaft für die Musik und dem, was ihr das Herz sagt. Kronleuchter, Verfolgungsjagd - die dann folgenden Szenen sind zigfach in Theater-, Film- und Musical-Produktionen aufgegriffen worden.

Virtuelles Bühnenbild

Das Musical hebe sich dennoch von allen bisherigen musikalischen Interpretationen des Stoffes ab, versprechen die Veranstalter. Anders als andere Bearbeitungen halte es sich "viel näher an die Romanvorlage". Die von Sasson geschriebene Musik und bekannte Opernzitate würden in den Kontext des Stückes eingebunden. Zu den Besonderheiten gehören interaktive Videoprojektionen, die Veranstalter versprechen, Zuschauer könnten "in das mysteriöse Geschehen auf der Bühne eintauchen" - und auch die Darsteller spielen mit den Projektionen, interagieren mit ihnen oder den sich wandelnden Schauplätzen: "Von Christines Garderobe in den oberen Etagen der Pariser Oper wird der Zuschauer virtuell in die Tiefe gerissen, wo das Phantom im Unterbau der Oper seine Gemächer eingerichtet hat", beschreiben die Veranstalter den Effekt.

Keine stehenden Bilder

Die Videoprojektionen sollen es ermöglichen, tropfende Wände im Kellergewölbe virtuell zu erzeugen und gefährliche Schatten tanzen zu lassen. Verantwortlich für die Technik zeichnet Multimedia-Künstler Daniel Stryjecki, der Originalschauplätze mit Hilfe von Grafiktechnik virtuell nachgebaut und daraus Bewegtbilder erstellt hat. Stehende Bilder sollen nicht mehr vorkommen, selbst das Bühnenlicht zum Teil durch Videoinstallationen ersetzt. Die von Stryjecki über mehrere Jahre hinweg entwickelte Technik werde erstmals in einem Musical angewandt, berichten die Veranstalter.

In der Rolle der Christine soll die Bostoner Sängerin und Echo-Klassik-Preisträgerin Sasson zu sehen sein, das Phantom wird von Olzinger gespielt, der unter anderem in „Chicago“ im Londoner Westend und in zahlreichen Rollen bei Musicalproduktionen der Vereinten Bühnen Wien mitgewirkt hat. Außer dem Darsteller-Ensemble gestaltet ein 18-köpfiges Orchester, das der musikalische Direktor Piotr Oleksiak zusammengestellt hat, das Live-Programm.
Karten gibt es zum Preis von 49 Euro unter anderem in den Geschäftsstellen des Eichsfelder und Göttinger Tageblatts, Marktstraße 9 in Duderstadt und Weender Straße 44 in Göttingen.

Beispiel der Arbeit Stryjeckis:

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