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Uraufführungen und zwei Klassiker 2015/16 im DT Göttingen

Spielplan vorgestellt Uraufführungen und zwei Klassiker 2015/16 im DT Göttingen

26 Premieren stehen in der Spielzeit 2015/16 auf dem Spielplan des Deutschen Theaters Göttingen (DT). Dazu gibt es 16 Produktionen, die aus der laufenden Spielzeit in die kommende Saison übernommen werden. Am Freitag haben DT-Intendant Erich Sidler und seine Dramaturgen das Programm vorgestellt.

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Das DT-Leitungsteam: Chefdramaturg Matthias Heid, Intendant Erich Sidler, Dramaturg Philip Hagmann (v. l.),  vorn von links: Sonja Bachmann  vom Kinder- und Jugendtheater und Dramaturgin Sara Örtel.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Eröffnet wird die neue Saison am 26. September mit Elfriede Jelineks Stück „Die Schutzbefohlenen“. Damit, so Chefdramaturg Matthias Heid, verweist das DT auf seinen Programmschwerpunkt Flüchtlinge.

 
Ebenfalls um aktuelle Probleme geht es in „Terror“, dem ersten Bühnenstück von Ferdinand von Schirach (Premiere 17. Oktober). Terroristen kapern einen Airbus, den sie über der Münchner Allianz-Arena abstürzen lassen wollen. Ein Luftwaffenmajor schießt das Flugzeug ab, rettet so 50 000 Menschen und opfert 164 Passagiere. Das Stück zeigt die Gerichtsverhandlung. Und „am Schluss sind wir so klug wie zuvor“, erläutert Sidler.

 
Zu den weiteren Premieren gehört die Uraufführung von Rebekka Kricheldorfs „In der Fremde“ (20. November), ein Stück, in dem es um Sextourismus geht, Paco Bezerras „Unter der Erde“ (deutschsprachige Erstaufführung am 17. Januar), und „Weil sie nicht gestorben sind“ von Hannah Zufall (Uraufführung 4. März). Hier stellt die junge Autorin Märchenfiguren vor, die sich von ihrer literarischen Festlegung durch Autoren wie die Brüder Grimm oder Andersen emanzipieren.

 
„Wir funktionieren im Modus der Geschichtsvergessenheit“: Dieser These von Peter Sloterdijk möchte Thomas Danne­mann in seinem Projekt „Die moderne Welt …“ (Uraufführung 23. April) auf der Bühne nachgehen. Zu den Klassikern im Spielplan gehören Hofmannsthals „Elektra“ (Premiere 3. Oktober), inszeniert von Ben Baur, und Shakespeares „Romeo und Julia“, inszeniert von der Saarbrückener Intendantin Dagmar Schlingmann (Premiere 5. März).

 
Zwei musikalische Projekte sind angesetzt. „Zwei Krawatten“ von Georg Kaiser mit der Musik von Mischa Spoliansky kommt am 28. November heraus, „Frankie Boy“ mit vielen Hits von Cole Porter wird am 9. Januar uraufgeführt. Im Kinder- und Jugendprogramm gibt es als Weihnachtsfamilienstück Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ (Premiere 15. November, ab sechs Jahre). Daneben stehen zahlreiche weitere Produktionen auf dem Spielplan.

 
Der Spielzeitprospekt mit allen Terminen und ausführlichen Stückinformationen liegt an der DT-Kasse, Theaterplatz 11, aus.

Von Michael Schäfer

Gute Besuchszahlen

Göttingen. „Wir sind gut unterwegs“. Erich Sidler, Intendant des Deutschen Theaters Göttingen (DT), blickt mit Genugtuung auf die zu Ende gehende Saison zurück, die erste unter seiner Führung. Die Zuschauerzahlen im Großen Haus (DT-1) seien nach dem Intendantenwechsel etwa gleich geblieben. Auf den beiden weiteren Bühnen, dem Studio (DT-2) und im Keller (DT-X), habe es weniger Vorstellungen, also auch weniger Besucher gegeben. Die Auslastung liege bei etwa 72 Prozent.

 
Mit Blick auf die im Herbst anstehende Feier des 125-jährigen Theaterjubiläums schwärmt Sidler von der Spielstätte am Wall: „Das ist ein ganz wunderbares Haus“. Und ohne Groll fügt er hinzu: „Natürlich ist alles viel zu klein.“

 
Erfreut zeigt sich Sidler über die wachsende Aufmerksamkeit überregionaler Medien auf das DT. So berichte die Süddeutsche Zeitung regelmäßig, das sei ein „Zeichen der Wahrnehmung“.
 

Die Kooperation des DT mit 16 Göttinger Schulen „prosperiert“ und wird fortgesetzt, so der Intendant. Auch die Zusammenarbeit mit dem Jungen Theater (JT) bleibe sein Anliegen. Er habe auf zwei Gemeinschaftsproduktionen gehofft: „Es wird wohl eine geben.“
 

Im Ensemble gibt es zwei Veränderungen. Schauspielerin Vanessa Czapla verlässt das DT, um künftig frei zu arbeiten.  Neu im Ensemble ist Anton von Lucke. el

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