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Vampire, Butoh und Percussion

Göttinger Tanz-Kultur-Woche Vampire, Butoh und Percussion

Mit einer nächtlichen Schauerstunde beginnt am Freitag, 24. September, um 22.30 Uhr die vierte Göttinger Tanz-Kultur-Woche in der Alten Fechthalle. Die Novelle „Der Vampyr“ von John Polidori ist eine der berühmtesten der schwarzen Romantik.

Entstand die Geschichte um den jungen Aubrey, der in den Bann des geheimnisvollen Lord Ruthven gerät, doch im direkten Wettstreit mit Mary Shelly, der Autorin von „Frankenstein“, Lord Byron und Percy Bysche Shelly. In einer szenischen Lesung mit Musik und choreographischen Elementen bringen Stefan Dehler, Christoph Huber und Tasha Skowronek von den „Stillen Hunden“ mit dem Musiker Andreas Düker, den Tänzerinnen Ulrike Grell und Judith Kara sowie Katharina Gückel und Michaela Cibula-Wagner die berühmte Novelle auf die Bühne.

Am Sonnabend, 25. September und am Montag, 27. September, um 20 Uhr trifft Butoh auf Beethoven. Unter der Leitung von Hans-Christian Euler spielen das Orchester „Pro Artibus Hannover“ Kompositionen von Beethoven. Solist ist der Pianist Gerrit Zitterbart. Visualisiert wird die Musik von dem Göttinger Butoh-Tänzer Tadashi Endo, der an Doris Dörries’ Film „Kirschblüten-Hanami“ mitwirkte. Zitterbart, Vorsitzende des Fördervereins „Kultur in der Alten Fechthalle“ sagt: „Es ist eine spannende Geschichte, bei der ich überhaupt nicht weiß, was heraus kommt.“

Das Thema „Liebe schwärmt auf allen Wegen“ werden Uta Grunewald (Mezzosopran) und Jan Revermann (Klavier) bei einer Matinee am Sonntag, 26. September, um 11.30 Uhr mit Liedern von Franz Schubert, Gustav Mahler und Erich Wolfgang Korngold, dessen Werke zuvor noch nicht in Göttingen aufgeführt wurden, interpretieren. Die Tänzerinnen Kara, Grell und Ufoma Essi übersetzen die Musik in choreografische Bilder.

Eine experimentelle Performance, bei der zeitgenössischer Tanz auf Rhythmus trifft, zeigen der aus Ghana stammende Göttinger Percussionist Pepper und das zwölfköpfige Tanzensemble „art la danse“ am Dienstag, 28. September, um 20 Uhr. Die von Grell entworfene Choreographie dreht sich um Grunderfahrungen wie Kampf und Suche nach innerem Frieden, Emotionen wie Heiterkeit und Angst. Im Unterschied zum klassischen Tanz, rücke bei „drums to dance“ der Mensch in den Vordergrund, sagt Daher Grell und will Leidenschaft transportieren.

Carl Orffs Vertonung der „Carmina Burana“ wird am Donnerstag, 30. September, und am Freitag, 1. Oktober, um 20 Uhr von dem Tanzensemble „art la danse“, dem Göttinger Kammerchor und Studenten der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover interpretiert. Für Tanzpädagogin Kara geht mit der Aufführung ein Traum in Erfüllung. Das Publikum sitzt in der Mitte der Tanzfläche. Es bilde das stabile Zentrum des imaginären Schicksalsrades der Göttin Fortuna, dessen Drehung das Auf und Ab menschlichen Lebens symbolisiere, meinen die Veranstalter.

Einen Workshop zum Thema „Mythos und Tanz“ bietet Andrea Bensik am Sonnabend, 2. Oktober, um 20 Uhr an. Mit Marschmusik wollen Zitterbart und Kara am Sonntag, 3. Oktober, bei „Das Klavier tanzt“ Kinder ab vier Jahren begeistern. Im vergangenen Jahr besuchten knapp 1000 Besucher die Tanz-Kultur-Woche. In diesem Jahr rechnet der Förderverein mit noch mehr Gäste.

Die Veranstaltungen der Göttinger Tanz-Kultur-Woche finden in der Alten Fechthalle in der Geiststraße 6 statt. Eintrittskarten gibt es in der Tourist-Information im Alten Rathaus, Markt 9 in Göttingen unter Telefon 05    51   /   499    80    31.

asm

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