Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Vereinte Raffinessen, „schön anzuhören“

Göttinger Symphonie Orchester Vereinte Raffinessen, „schön anzuhören“

Am Montag spielten Musiker des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO) ihr erstes Konzert der Kammermusik-Serenaden im GDA-Wohnstift in Geismar.

Voriger Artikel
Affären und provozierte Prügel
Nächster Artikel
Wissenschaft und Belletristik

Stellen ihr Können unter Beweis: Thomas Scholz, Dmitry Faynshmidt, Igor Tulchynsky, Albrecht Vogel (von links).

Quelle: CH

In der Vergangenheit fanden diese Konzerte im Alten Rathaus in Göttingen statt, aufgrund von Umbauarbeiten hat man sich nun entschlossen, die Konzerte nach Geismar zu verlegen. Ein lohnendes Projekt, wie der gut besuchte Konzertsaal des Wohnstiftes zeigt.

Eröffnet wird der Konzertabend, der unter dem Titel Quartettvariationen steht, mit einem Streichquartett von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Werk stammt aus einer Sammlung von insgesamt sechs Quartetten, die Mozart zu Ehren Joseph Haydns komponierte. Thomas Scholz, Dmitry Faynshmidt, Igor Tulchynsky und Albrecht Vogel setzen das Werk sicher um. Sie arbeiten durchweg selbst kleinste dynamische Veränderungen schön heraus. Ob Allegro oder Andante cantabile – keiner der vier Sätze scheint den Musikern vom GSO Schwierigkeiten zu bereiten.

Zweiter Programmpunkt des Abends ist Mozarts Flötenquartett in D-Dur, ein Jugendwerk des Wiener Klassikers, das er im Dezember 1777 in Mannheim als Auftragsarbeit komponierte. Besonders Bettina Bormuths flinkes Flötenspiel begeistert hier die Zuhörer, doch überzeugt ihr Spiel auch im langsamen Mittelsatz des Werkes. Das Ensemble spielt wie gewohnt mit hoher Präzision und feiner Akzentuierung.

Nach einer kurzen Pause spielen die vier Streicher schließlich das Streichquartett Nr. 2 in D-Dur von Alexander Borodin. Der russische Komponist, der in erster Linie Chemiker war, heute jedoch für seine Musik berühmt ist, komponierte das Quartett für seine Frau. Er soll einmal über die Musik gesagt haben: „für mich ist sie Ruhe, Spaß, eine Laune, die mich von meinen offiziellen Pflichten ablenkt.“ Dies spiegelte sich in seinem Werk wieder. Noch einmal setzen die Musiker des GSO die vielen Facetten, die dieses Werk mit sich bringt, gekonnt um: von langsamen gestrichenen Partien über energische Passagen bis hin zu raffiniert gezupften Themen – den Musikern geht alles mit Leichtigkeit von der Hand.

Besonders im Finale des Quartetts, das all die Raffinessen zum Abschluss vereint, stellen die Musiker noch einmal ihr Können unter Beweis und ernten abschließend langanhaltenden Beifall für ihre Leistungen. Zum Dank an das Publikum gibt es noch eine kurze Zugabe: die Canzonetta aus Mendelssohns Streichquartett in Es-Dur. „Schön anzuhören“, tönt es aus dem Publikum.

Von Tina Evers

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Sport meets music

Mit dem Beginn des Kartenvorverkaufs beginnt am morgigen Sonntag auch der Countdown für die Benefiz-Gala Sport meets music von Stadtsportbund (SSB) und Veranstalter Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung (GWG).

mehr

Hier bloggen wir zu den Göttinger Händel-Festspielen 2017 – berichten von Vorbereitungen, besuchen Opernproben und werfen einen Blick hinter die Kulissen. mehr

Fotografie-Ausstellung „In saeculo lux“ in der Galerie Ahlers