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Versöhnung nach „vollkommener Funkstille“

Neues Album, neue Single Versöhnung nach „vollkommener Funkstille“

Mit ziemlich viel Getöse hat sich die Band Guano Apes, Göttingens erfolgreichster Rock­export der vergangenen Jahrzehnte, 2005 getrennt. Um finanzielle Fragen soll es damals gegangen sein.

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Neustart mit frischem Material: Henning Rümenapp, Sandra Nasic, Stefan Ude und Dennis Poschwatta (von links).

Quelle: EF

Jetzt sind die Apes wieder vereinigt. Seit 2009 spielen sie wieder Konzerte, jetzt soll ein neues Album erscheinen. Wann „Bel Air“ erscheint, will das Management nicht verraten, doch im Internet ist es auf den 1. April datiert. Die Single „Oh What a Night“ soll laut weltumspannendem Netz am 18. März auf den Markt kommen. Und Sängerin Sandra Nasic ist schon dabei, den Neustart mit Telefoninterviews der Plattenfirma der Apes in München zu befördern. Um 15.30 Uhr ist ihr Apparat noch besetzt. Wenige Minuten später dann der Rückruf. „Gerade war jemand von Cosmopolitan Estland dran“, erzählt Nasic und berichtet von eigenwilligen Akzenten bei den auf Englisch geführten internationalen Interviews. Wieder zusammengekommen seien sie nach Jahren der „völligen Funkstille“, so Nasic, durch einen Anruf von Bassist Stefan Ude bei ihr in Berlin. Ob man denn nicht vielleicht mal wieder etwas zusammen machen wolle. „Gute Idee“, befand Nasic, „lass uns doch mal treffen“.

Man traf sich und stellte fest, dass der Funke noch glüht. Seit 2009 spielen sie jetzt Konzerte und Festivals, die wenigsten davon in ihrem Heimatland. „Es ist ein Glück, dass wir in Europa so erfolgreich waren, sagt Nasic. Deshalb sei das Anknüpfen daran sinnvoll. Und: „Wir spielen auf jeden Fall auf der Herbsttour in Deutschland.“ Im Rückblick meint die Sängerin: „Die Auszeit war gut – wenn man so jung in so ein Business gerät.“ Nach der Trennung waren alle Bandmitglieder beschäftigt, „mit Familie oder eigenen Projekten“. Und gab es Veränderungen nach der Pause? „Man hat gemerkt, dass Kondition eine andere ist.“

Das neue Album „ist natürlich noch Guano Apes“, sagt Nasic, „aber es klingt anders“. Es sei „nicht mehr so verspielt und nicht so aggressiv. Ich schreie nicht mehr so viel und bin mehr am Singen“. Ihre Stimme habe sich nicht verändert, sagt Nasic, auch wenn es auf Mitschnitten des Festivals „Rock am Ring“ so klingt. Wie viele andere Bands spielten sie live etwas tiefer, um die Stimme zu schonen, erklärt die Sängerin, die beim neuen Album auf „starke Lieder“ baut. Immer noch ist sie häufig zu Gast in Göttingen, obwohl sie inzwischen in Berlin lebt. In einem früheren Interview hatte sie ale einen Grund angegeben, das Gänseliesel noch nicht geküsst zu haben. Heute sagt sie: „Ich habe es schon oft geküsst, nachts, wenn niemand da war.“

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