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Viel Jubel für tolle Bands im zauberhaften Wald

Mehr als 3000 Gäste im KWP Viel Jubel für tolle Bands im zauberhaften Wald

Zwar gibt es Ohrstöpsel am Eingang, gebraucht werden sie aber an diesem Wochenende nicht. Es lässt sich bei der angenehmen Lautstärke noch gut plaudern und dabei Cocktails schlürfen, was viele taten. Das zweitägige „Open Air im KWP“ im Göttinger Stadtwald lockte außerdem mit sommerlichen Temperaturen, einladendem Ambiente und einer musikalischen Vielfalt um die 3000 Zuschauer (vorwiegend mittleren Alters) in den Kaiser Wilhelm Park.

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Alles gut: Stimmungsvolle Musik und herrliches Sommerwetter sorgen beim Publikum für Begeisterung und viel Spaß im Wald.

Quelle: Heller

Viele kommen seit Jahren und vieles hat hier Tradition. Wie die Moderation von Förster Wilhelm Kaiser alias Christoph Huber, der in Schwyzerdütsch und Försterkluft durch das Programm am Freitag und Sonnabend führt. Am Freitag haben „Black & Schwarz“ als Gewinner des Musikwettbewerbs „Local Heroes Göttingen“ den Vortritt vor der Band „Silly“. Die lockt Göttinger und Fans von außerhalb an. Mit kraftvollen und Gänsehaut provozierenden Balladen wie „Wo bist du?“ und nicht zuletzt mit dem Song „Alles rot“ springt der Funken nach anfänglicher Ladehemmung aber schießlich über und Silly gibt mehrere Zugaben.

„Danke an Anna Loos. Wenn es sie nicht geben würde, würde es uns nicht geben!“ lauten die abschließenden Worte der männlichen Bandmitglieder an ihre Frontfrau. Eine große und bewegende Geste. Richtig ausgelassen wird es dann mit „Mitteldeutschlands ältester Boyband“ wie sich die Jungs von Fab4Soul scherzhaft nennen. Sie starten mit einem Eagles-Medley und haben Tanzbares im Gepäck. Nicht nur das weibliche Publikum ist angetan. Burkhardt Eiben, Andrew Gräser, Frank Reudenbach und Joey Brück haben großartige Stimmen und sind echte „Rampensäue“, die Stimmung machen. Daran können sie auch kleine technische Schwierigkeiten nicht hindern. Ihrem Arbeitgeber Howard Carpendale widmen sie dann ihre Version von „Hello Again“, das gerne mitgesungen wird.

Das zweitägige „Open Air im KWP“ im Göttinger Stadtwald lockte mit sommerlichen Temperaturen, einladendem Ambiente und einer musikalischen Vielfalt um die 3000 Zuschauer in den Kaiser Wilhelm Park.

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Rockig beginnt der Sonnabend mit „Treehouse“, den Gewinnern des Bandnachwuchs-Contest „Rock am Kauf Park“, bevor Jian & Friends ihre Songs von Jamie Cullum, Radiohead oder Bill Withers zum Besten geben. Besonderheit: Die Musiker Max Gebauer, Leon Hast und Felix Barth stehen nun schon zum zweiten Mal auf der Waldbühne, nachdem sie am Vorabend schon mit „Black & Schwarz“ auftraten. Neue musikalische Akzente setzen die 17 Hippies bei ihrer KWP-Premiere. „Ich weiß nicht, warum wir noch nie hier waren, denn ihr seid ja da“, ruft Kiki Sauer von den Hippies angetan in die Menge. Das Blätterdach über den Zuschauern bildet mit seinen Lichtpunkten eine stimmungsvolle Kulisse für die über 1100 Zuschauer. Bei nächtlichen Temperaturen um die 25 Grad schunkelt das Publikum mit, tanzt ausgelassen oder heult auch mal wie ein Rudel Wölfe. Die Hippies singen auf französisch, deutsch, englisch und auch mal auf hessisch. Die Musikstile reichen von Country & Western, über französischen Chanson bis hin zu Balkanrhythmen. Kaum zu glauben, dass das eine deutsche Band ist und erstaunlich wie 13 Leute ohne Dirigent auf der Bühne funktionieren. „Das macht die jahrelange Übung“, so Kiki Sauer (Akkordeon ) nach dem Konzert. Die Hippies spielen seit 15 Jahren zusammen. „Begonnen hat alles ganz klein in einer Bar in Kreuzberg. Da haben wir experimentiert und es kamen irgendwie immer mehr Leute.“ Vom Festival und der Organisation sind sie begeistert: „ Das ist der beste Backstagebereich, den wir je hatten!“ lobt Christopher Blenkinsop (Ukulele u.a.) die Unterbringung im nahen Tennisclub. Ein geglückter Einstand.

Den schweißtreibenden Abschluss nach den 17 Hippies bildet „Soulvillage“. Sänger David A. Tobin in Glitzerkostüm animiert mit seiner großartigen Performance alle, die noch durchgehalten haben zum Tanzen und Mitsingen bei Göttingens schönster und größter Sommernachtsparty bis zum Ende nach Mitternacht. Marie Varela, Angela Brünjes

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