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Vintage Vegas auf dem gräflichen Landsitz

Swing-Trio Vintage Vegas auf dem gräflichen Landsitz

Giovanni Zarrella, Inan Lima und Tom Marks von Vintage Vegas kreuzen in ihren Liedern Pop mit Swing und nennen die Mischung „Swop“. Die drei Musiker waren zu Gast im Atrium des gräflichen Landsitzes Hardenberg. Für Marks ein Heimspiel: der Sänger und Produzent der Gruppe lebt in Northeim.

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Konzert im Atrium des GrŠflichen Landsitzes Hardenberg mit "Vintage Vegas", die auch bei Pop Meets Classic 2016 auftreten

Quelle: Heller

Nörten-Hardenberg. Mit Einstecktuch und Fliege, roten Socken und schwarzen Lacklederschuhen stehen die drei ehemaligen Kandidaten der Fernsehshow „Popstars“ auf der Bühne und schnipsen und tanzen synchron. Das Lied zum Auftakt, „Only man in the world“, klingt noch etwas schrill. Doch dann lockern sich die Stimmen und die Körper.

 

Die Pausen zwischen den Liedern werden genutzt, um zu diskutieren, ob Italiener, Brasilianer oder Polen besser tanzen können. „Wir Brasilianer sind die besten Tänzer der Welt“, behauptet Lima und Zarrella hält dagegen, die Italiener hätten das Tanzen erfunden. Marks legt noch einen drauf und ruft: „Wir Polen, wir sind die wahren Ostblock-Latinos.“ Mit ausholendem Hüftschwung legt er einen Salsa aufs Parkett, der sich sehen lassen kann. Das Publikum gibt ihm johlend Recht.

 

Die Band möchte sich in die Tradition von Jazz-Größen wie Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin einreihen. Schon in der Ankündigung, die vom Band abgespielt wird, und gezwungen scherzhaft klingt, werden Zarrella, Marks und Lima als „tolle Entertainer, die auch gerne mal ein Glas zu viel trinken“ angepriesen. Entsprechend lässig versuchen die drei Smoking-Träger auch während des Auftritts angelehnt an ihren Bartisch, das Brandy-Glas so locker zu halten wie einst Dean Martin.

 

Die Texte der Lieder sind der Pop beim Swop. Vintage Vegas singen Cover-Versionen von Songs von Pharrell Williams, Taio Cruz und Maroon 5. Die Bigband, ausgestattet mit Tuba, Trompete, Bass, Gitarre und einem roten Flügel, sorgt für den typischen Swing-Sound. Swing ist eine Hauptrichtung des Jazz und entstand in den 1920er Jahren. Eine Musik, die zum Tanzen einlädt und tatsächlich hält es die Zuhörer auch nicht immer auf den Stühlen.

 

Als Vintage Vegas mit einer Charmeoffensive ins Publikum vordringt, kommt erneut Bewegung in den Saal. Lima fordert eine Frau zum Tanzen auf und Marks wird eine herzliche Umarmung einer Zuhörerin zu Teil. Die Künstler freuen sich über die Resonanz und verabreden sich schon einmal mit dem Publikum für das nächste Jahr: „Selbe Zeit, selber Ort. Wer kommt?“ Der Applaus sagt alles.

 

Von Jorid Engler

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