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„Viva Polonia!“: Steffen Möller erzählt

Grammatik und Gastfreundschaft „Viva Polonia!“: Steffen Möller erzählt

„Viva Polonia! – Als deutscher Gastarbeiter in Polen“ heißt das Buch, das Steffen Möller am Montag, 4. Mai,  in einer Lesung im Jungen Theater Göttingen vorgestellt hat: eine ausgesprochen vergnügliche Lektion über unser östliches Nachbarland. 

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Vergnügliche Lektion über die Nachbarn im Osten: Gastarbeiter Steffen Möller.

Quelle: Vetter

Berlin 1993. Ein Zettel am schwarzen Brett der Universität: „Polnischkurs in Krakau, 2 Wochen, 600 DM“. Diese Notiz wurde für Steffen Möller aus Deutschland der Grundstein zu einer unvergleichlichen Fernseh- und Kabarettkarriere in Polen. Das hätte er sich damals wohl nie träumen lassen. 

Montagabend im Jungen Theater: Es ist rappelvoll, und schon vor dem Beginn ist klar: Der Großteil des Publikums versteht und spricht polnisch. Als Steffen Möller die Bühne betritt und die ersten Sätze lang erst mal auf Polnisch loslegt, können die meisten folgen. Das Kuriose an dieser Lesung: Möller liest nicht. Er erzählt einfach. Und das tut er nicht nur mit Leidenschaft und Begeisterung für die polnische Sprache und Mentalität, sondern auch als Kabarettist. 

Ohne jede Vorkenntnis machte sich Möller aus Abenteuerlust auf, Polen für sich zu entdecken. Was er dort fand, war eine unfassbar komplizierte Sprache. „Ich fuhr mit zwei Namen nach Polen und kam mit 14 zurück“, kommentiert er seine Verwirrung über die sieben Fälle und elf Verbklassen im Polnischen. Aber er ließ sich nicht abschrecken. Es gefiel ihm so gut, dass er dort blieb und nach einem Intermezzo als Deutschlehrer Kabarettist und Schauspieler wurde. 

„L wie Liebe“

Jetzt spielt er in der beliebten polnischen Fernsehserie „M jak Milosc“ („L wie Liebe“) den romantischen deutschen Stefan, der immer wieder Pech in Herzensangelegenheiten hat. Außerdem ist er als einer der bekanntesten Deutschen in Polen als Moderator zahlreicher Fernsehshows sehr gefragt und seit 2004 Träger des Preises der polnischen Fernsehakademie.

Nun ist er für einige Wochen nach Deutschland gekommen und erzählt von seinem Leben als Fernsehstar und Auswanderer. Von der Verwirrung durch Spitznamen, bei denen niemand weiß, woher sie kommen. Von Zungenbrechern, vom polnischen Trotz und einem Aberglauben, den niemand anzweifelt. Von überwältigender Gastfreundschaft und von dem Umgang mit Komplimenten. Mit einem überschwänglichen „Cze??! Pa! Hej!“ verabschiedet sich Möller von seinen begeisterten Fans.

Von Indra Hesse

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