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Vom Film über die Bühne ins Regiefach unterwegs [Update]

Premiere am Jungen Theater Vom Film über die Bühne ins Regiefach unterwegs [Update]

Das Junge Theater (JT) Göttingen hat seinen Spielplan geändert. Anstelle von Juli Zehs eher komödiantischem Stück „Der Kaktus“ steht jetzt der psychologische Thriller „Nach dem Ende“ auf dem Programm. Premiere ist am Freitag, 28. Januar, um 20 Uhr.

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Zehn Jahre Schauspieler, jetzt lieber Regisseur: Tim Egloff.

Mark verehrt Louise, doch die nimmt ihn kaum zur Kenntnis. Eines Tages aber wacht Louise in einem Bunker auf. Der gehört ebenso Mark wir die Lebensmittelvorräte darin. Eine Atombombe habe alles Leben vernichtet, erklärt er ihr und kann sie jetzt unter Druck setzen. Er kann sie belohnen, bestrafen oder auch gefügig machen. Doch liegt die Welt über ihnen tatsächlich in Schutt und Asche?

Regie führt Tim Egloff, zum ersten Mal am JT und offensichtlich voller Vergnügen. Denn das Angebot kam, „gerade in der Phase, in der ich vom Schauspiel- ins Regiefach wechsele“, erläutert der 36-Jährige und fügt an: „Ich spiele gerne, aber im Moment führe ich lieber Regie.“ Dass er Schauspieler werden würde, „war eigentlich immer klar“, meint Egloff: „Schon als Kind fand ich Cary-Grant-Filme toll.“

Nach seiner Ausbildung am Schauspiel München landete Egloff beim Film. Er drehte unter anderem „Die Häupter meiner Lieben“ (1999) mit Heike Makatsch und Christiane Paul und „Schule“ (2000) mit Daniel Brühl und Axel Stein. Doch dann habe er gemerkt: „Das ist nicht das Hauptding, wegen dem ich Schauspieler geworden bin“, sagt Egloff heute. 2001 sprach er in Düsseldorf vor, wurde am Schauspielhaus engagiert und blieb fünf Jahre. 2006 folgte er dem Regisseur Burkhard C. Kosminski ans Nationaltheater Mannheim.

Seinen Wechsel ins Regiefach wollte er auch mit einer E-Mail ans JT befördern. Ein Kollege habe ihm erzählt, dass dort noch ein Regisseur für eine Produktion gesucht würde. Nach einem Monat dann habe er tatsächlich Antwort erhalten. Die Entscheidung sei vier oder fünf Tage vor dem Probenstart Mitte Dezember gefallen, erklärt Egloff.

Mit den JT-Schauspielern Henrike Richters und Dirk Böther arbeitet er jetzt an dem 90-minütigen beklemmenden Bunker-Thriller. Und der Regisseur würdigt „die hohe Kraftanstrengung“ für alle Akteure in dem kleinen Ensemble, „aber die beiden sind wirklich toll.“

Premiere ist am Freitag, 28. Januar, um 20 Uhr im Jungen Theater Göttingen, Hospitalstraße 6. Kartentelefon: 05 51 /  49 50 15.

[ Update : Datumsfehler re-korrigiert, fh]

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