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Von den Schönen und Reichen

Ausstellung in der Galerie Nottbohm Von den Schönen und Reichen

Die Einladungskarte zu der Ausstellung von Nina Nolte in der Göttinger Galerie Nottbohm ziert ein Foto, das die Berliner Künstlerin zeigt. Darauf trägt sie einen ausladenden Hut und eine auffällige Perlenkette. So mondän wie sich die Künstlerin gibt, ist auch die Welt, die sie in ihrer Malerei wiedergibt.

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Wasserszenen sind beliebtes ein Sujet bei Nina Nolte.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Hermès steht auf einer orangefarbenen Einkaufstüte, die sich dominant ins Bild drängt. Die Frau daneben war wohl shoppen in dieser Edelboutique, jetzt erstmal eine rauchen. In einem anderen Bild blitzt der Titel einer teuren Modezeitschrift halb verdeckt auf. Damen sitzen im Pool und trinken etwas, das wie Campari mit irgendetwas aussieht. Sie alle tragen edle Tücher, kunstvoll um den Kopf gewickelt. Die Haarfarbe, die der Coiffeur so natürlich hinbekommen hat, soll ja nicht ausbleichen.

Die 1957 geborene Nolte liebt offensichtlich Wassersujets. Sie vollzieht die Spiegelungen des Sonnenlichts nahezu fotorealistisch nach und zeigt die feine Gesellschaft der Reichen und Schönen, die sich in den Pools tummeln –  und das komplett affirmativ. Sie stellt ihre sehr teuren Originale auf Sylt aus (wo auch Nottbohm eine Galerie betreibt), verkauft Leinwanddrucke dieser Bilder und gestaltete in Marbella einen Jeep. Augen sind fast nie zu sehen, schicke Sonnenbrillen verdecken sie in diesem ewigen Sommer, in dem diese Frauen sich eingerichtet haben.

Technisch arbeitet Nolte sehr kalkuliert mit leuchtender Farbigkeit und Binnenzeichnungen. Das sieht schick aus. Mehr nicht.

Bis Sonntag, 12. Juni, dienstags bis freitags von 9.30 bis 18.30 Uhr, sonnabends von 10 bis 16 Uhr in der Galerie Nottbohm, Kurze Geismarstraße 31.

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