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Vor drei Jahrzehnten starteten die Göttinger Figurentheatertage

„Verdammt harte Arbeit“ Vor drei Jahrzehnten starteten die Göttinger Figurentheatertage

Mit sechs Vorstellungen in drei Tagen sind die Göttinger Figurentheatertage vor 30 Jahren gestartet. Rosi Brauns arbeitete damals im Kulturamt der Stadt. Sie traf auf Michael und Mechthild Stemmler, die sich 1984 mit ihrem Figurentheater Gingganz selbständig gemacht hatten. Gemeinsam entwickelten sie die Idee zu der Veranstaltung,

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Menschen mit Masken: „Familie Flöz“ aus Berlin mit ihrer Produktion „Infinita“.

Quelle: Fossi

Göttingen. Michael Stemmler als eine Art künstlerischer Leiter, Brauns als Organisatorin, „ich habe doch in der Verwaltung gearbeitet“, sagt sie. Das Programm der ersten Figurentheatertage richtete sich an ein erwachsenes Publikum. Ein Risiko? Brauns antwortet mit einem entschiedenen „Ja“. Und sie fügt an: „Es hat sich ausgezahlt“.

Am Sonnabend, 7. Februar, beginnen nun die Göttinger 30. Figurentheatertage. Zum Jahrestagsfestival stehen 40 Vorstellungen auf dem Programm, etwa zehn mehr als in normalen Jahren, erklärt Christiane Mielke, die Nachfolgerin von Brauns. Hat Brauns offene Türen eingerannt mit der Festival-Idee damals? Sie schüttelt den Kopf: „Das war verdammt harte Arbeit.“ Bestimmt zehn Jahre habe es gedauert, bis die erste Vorstellung im Deutschen Theater (DT) möglich war. Die Kollegen im Jungen Theater (JT) von einer Kooperation zu überzeugen, sei nicht so schwierig gewesen – inzwischen sogar sehr einfach. „In diesem Jahr laufen deutlich mehr Festival-Vorstellungen im JT“, erklärt Mielke, denn Intendant Nico Dietrich habe eine Affinität zum Figurentheater.

Für die Zukunft plant Mielke eines Ausweitung in der Landkreis, vielleicht auch darüber hinaus. Das Northeimer „Theater der Nacht“ ist diesmal nicht nur als Gast dabei, sondern auch als Spielstätte. Der Kulturbahnhof in Uslar steht ebenso auf Mielkes Liste wie die Weltbühne in Heckenbeck oder der Musikclub „Esel“ in Einbeck.

Rosi Brauns (links), Christiane Mielke

Quelle:

Die Besucher des Festivals kommen aus dem Süden Deutschlands wie auch aus dem Norden. Mehr noch: Zum Förderverein, der derzeit 40 Mitglieder umfasst, zählen Menschen aus Augsburg, Lübeck oder Stuttgart. Der Vorteil einer Mitgliedschaft: frühzeitige Informationen über das Festival-Programm und die Möglichkeit, Tickets zum Abholen an der Abendkasse zu reservieren.

Und haben die Organisatorinnen einen Tip für die Figurentheatertage 2015? Bei „Familie Flöz“ mit dem Stück „Infinita“ (Montag, 16. Februar, 19.45 Uhr im Deutschen Theater) sind sich beide einig. Mielke legt noch nach. Als „sehr poetisch und sehr schön“ beschreibt sie die Produktion „Kleist – Über das Marionettentheater“ vom  „Theater des Lachens“ (Dienstag, 10. Februar, 20 Uhr im Jungen Theater). Und ganz hoch im Kurs: „Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“ (Dienstag, 17. Februar, um 20 Uhr und Mittwoch, 18. Februar, um 10 und 15.30 Uhr im JT), eine Produktion des JT mit Figurentheater-Studenten.

Die Figurentheatertage laufen von Sonnabend, 7. Februar, bis Sonntag, 22. Februar. Eröffnet werden sie am Sonnabend um 10.30 Uhr mit einem Umzug des Theaters der Nacht aus Northeim vom Neuen bis zum Alten Rathaus.

► Programm: figurentheatertage.goettingen.de.

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