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Vor zehn Jahren gründete sich die Bourbon Bluesrock Band in Göttingen

Gemeinsame Liebe Vor zehn Jahren gründete sich die Bourbon Bluesrock Band in Göttingen

Eine Anzeige im Göttinger Tageblatt hat zur Gründung der „Bourbon Bluesrock Band“ geführt. Der Göttinger Gitarrist Dirk Hagemann suchte Musiker, die Lust auf Blues haben. Es geklappte: Längst ist die Band in Göttingen etabliert. Ihren zehnten Jahrestag feiert sie am Freitag, 24. Juli, im Nörgelbuff – mit neuem Sänger und neuen Stücken.

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Spaß am Blues: Dieter Rechenberg, Dirk Hagemann, Kurt Scheibner, Lars Gundrum und Wolfgang Demmer.

Quelle: Beisert

Göttingen. „Wir kopieren nicht, sondern interpretieren“, sagt Lead-Gitarrist Hagemann. „Schließlich hat Eric Clapton ‚Crossroads’ von Robert Johnson auch komplett anders als das Original gespielt.“

So machen es die fünf Musiker mit dem klassischen elektrischen Blues von Muddy Waters und Howlin’ Wolf wie auch mit moderneren Titeln von Stevie Ray Vaughan, Rory Gallagher, Gary Moore oder ZZ Top. Hinzu kommen die selbst geschriebenen, autobiografischen Songs von Hagemann, dem Kopf der Band.

In der Gruppe gab es über die Jahre etliche Umbesetzungen. Was blieb war ein gitarrenlastiger, gerne dreckiger Bluesrock mit vielen Gitarren-Soli. „Wir sind Amateure und spielen aus Freude an der Musik – nicht wegen des Geldes“, betont Rhythmus-Gitarrist Dieter Rechenberg. „Die Musik soll uns und dem Publikum Spaß machen. Und gerade die schnellen Stücke kommen gut an.“

Heute stoßen gleich drei Generationen aufeinander: 1947, 1949, 1960, 1969 und 1975 sind die Geburtsjahre der fünf Bandmitglieder. Neben den beiden Gitarristen sind dies Schlagzeuger Kurt Scheibner, Bassist Wolfgang Demmer und der neue Sänger Lars Gundrum. Für die Band ist sind die Altersunterschiede von Vorteil.

Hagemann: „Jeder Musiker bringt seine eigene Vergangenheit und eigenen Stil mit in die Band.“ Das geht von Rock’n’Roll, Südstaaten-Rock und Singer/Songwriter bis zu Pop und Metall. Der Blues ist aber die gemeinsame Liebe.

Das Quintett probt jede Woche und hat es auf Bühnen in Göttingen, Einbeck und Northeim geschafft sowie auf Festen und Open-Air-Konzerten gespielt. Regelmäßig nehmen die Musiker neue Titel ins Repertoire. „Aber auch Klassiker aus den Anfangsjahren bleiben im Programm“, so Hagemann, der auch Gitarrenlehrer ist. „Da ich viel improvisiere, klingen sie immer wieder anders.“ So bleibt jeder Auftritt interessant für die Musiker wie auch für das Publikum.

Und woher kommt der promillelastige Name der Band? Hagemann: „Wenn ich Alkohol getrunken habe, dann Bourbon. Dieser Whiskey passt zum Blues: Er brennt im Hals und ist nicht die feinste Sorte.“

Die Bourbon Bluesrock Band tritt am Freitag 24. Juli, um 21 Uhr im Göttinger Nörgelbuff, Groner Straße 23 auf.

Von Udo Hinz

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