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Vorverkauf für das 38. Göttinger Jazzfestival hat begonnen

Jazz-Stars auf der großen Bühne Vorverkauf für das 38. Göttinger Jazzfestival hat begonnen

Göttingen. Die 38. Ausgabe des Göttinger Jazzfestivals steht im November im Kalender. Die Hauptacts der Kerntage im Deutschen Theater (DT) heißen am Freitag, 6. November, Andromeda Mega Express, Christy Doran’s New Bag und Omar Sosa Quarteto Afrocubano, am Sonnabend, 7. November, Tony Malaby Tubacello, Iiro Rantala und Ray Anderson Organic Quartet.

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V.l. Achim Pils, Jan Strümpel, Hilmar Beck, Jörg Bachmann, Owe Volquartz, Sven von Samson, Sebastian Otto.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Zudem treten auf der Kellerbühne des DT und im Studio Bands aus der Region auf, darunter auch einige frisch gegründete. Tales of Kanyaru widmet sich dem modalen Jazz mit Hardbop-Elementen bis hin zu souligem Jazz. Der Schlagzeuger Bernd Nawothnig hat ein Trio um sich geschart, das sich unter dem Namen Swing Club Cats um die Pop- und Tanzmusik der 30er- und 40er-Jahre verdient macht.

Als einen seiner Festival-Favoriten nennt Hilmar Beck vom Jazzfestival-Verein, das Andromeda Mega Express Orchestra, das am Freitag, 6. November, den Abend um 20 Uhr eröffnet. 18 junge Musiker unterschiedlicher kultureller Herkunft haben sich zu diesem Orchester zusammengefunden. Die Mitglieder blicken auf eine wenig homogene Vergangenheit zurück. Sie haben sich vorher in der Neuen Musik getummelt, im Jazz, in der Klassik oder im Rock. Dem Klangkörper eilt der Ruf voraus, die vertracktesten Arrangements in aberwitzigem Tempo auf hohem Niveau zu spielen. Kritiker bescheinigen dem Berliner Ensemble eine Musik, die diverse Stile aufgreift und dabei ein Solitär in der Musiklandschaft ist.

Ove Volquartz, ebenfalls Vereinsmitglied und aktiver Jazz-Saxophonist, nennt einen anderen Favoriten: Tony Malaby Tubacello. Das Quartett tritt am Sonnabend um 20 Uhr im Großen Haus auf. Der in New York lebende Malaby zähle zu den großen Improvisatoren der Szene, teilen die Organisatoren mit. Sein Spiel sei hochvirtuos, doch könne er es auch fokussieren auf die unterschiedlichen Bandprojekte, in denen er aktiv ist. Volquartz hebt die Besetzung mit Tuba und Cello hervor. Vor allem das Cello würde er gerne häufiger im Jazz hören, sagt Volquartz.

Eröffnet wird das Festival wie schon in den vergangenen Jahren in dem Live-Club „Esel“ in Sülbeck. In dem Dorf bei Einbeck tritt am Sonnabend, 31. Oktober, um 20 Uhr Nicole Johänntgen mit dem Rémi Panossian Trio auf. Die Alt- und Tenorsaxophonistin wurde mehrfach ausgezeichnet. Im Zusammenspiel mit dem Trio des französischen Pianisten Frédéric Petitprez präsentiert sie zeitgenössischen Jazz mit Elektroklängen und Hiphop-Rhythmen. Viel Energie und Spielfreude haben Kritiker den Musikern in dieser Konstellation bescheinigt.

Am Dienstag, 3. November, läuft um 18 Uhr der Jazzfilm „Carlo, Keep Swingin’“ im Lumière. Erzählt wird darin die Geschichte des Musikers Carlos Bohländer, der im zerbombten Frankfurt der Nachkriegszeit einen Untergrundclub gründete. Die einen nannten den Laden Jazzhölle, die anderen ihren Ort der Freiheit.

Das Festival endet mit dem Auftritt von Mo’ Blow am Sonntag, 8. November, um 20 Uhr in der Musa. Aus Berlin kommt diese Jazzfunk-Quartett und macht sich gerade auch international einen Namen mit gutem Klang. Die Musiker bringen den Sound der 70er-Jahre zusammen mit „aktuell drängenden Klängen“, meinen die Veranstalter. Und: Die Band setzt auch gerne mal überraschende Instrumente ein wie das Didgeridoo.

Das komplette Programm: www.jazzfestival-goettingen.de. Tickets gibt es unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Jüdenstraße 13c in Göttingen und Auf der Spiegelbrücke 11 in Duderstadt.

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