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Walisisch-entspanntes Lebensgefühl

Melancholisch, aber nicht trist: Das Duo Aeroplanes im Göttinger Nörgelbuff Walisisch-entspanntes Lebensgefühl

Zwei Gitarren, ein Keyboard, starke Stimmen: Das Duo Paper Aeroplanes aus dem britischen Wales gastiert am Dienstagabend mit einem gefühlvollem Pop-Folk-Mix und ihrem aktuellen Album „Joy“ im Göttinger Nörgelbuff.

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Das Duo Paper Aeroplanes.

Quelle: EF

Göttingen. Dass eine Männerstimme und eine Frauenstimme im Duett herrlich harmonieren können, ist beileibe keine Überraschung. Das Spiel einer Akustikgitarre zusammen mit einer E-Gitarre mutet theoretisch zunächst sonderlich an. Bei Paper Aeroplanes verschmelzen die beiden Instrumente aber genau so stimmig wie bodenständiger Folk und verspielter Pop in ihren Liedern.

Sowohl stimmlich als auch musikalisch lässt Sänger Richard Llewellyn an der E-Gitarre Sängerin Sarah Howells an der A-Gitarre und am Keyboard den Vortritt. Das sanfte Gejaule der E-Gitarre umspielt die Akkorde und Melodien der A-Gitarre, hält sich vornehm zurück, dort, wo es nicht mehr braucht als die klare Stimme Howells, um das walisisch-entspannte Lebensgefühl der Lieder zu vermitteln.

Liebe und Freundschaft sind die großen Themen, die Paper Aeroplanes in ihrer Musik thematisieren. Melancholisch, aber nie trist, heiter, aber nie aufgedreht. Elektronisch angehauchte, schnellere Nummern („Books“) stehen dem Duo genauso gut zu Gesicht wie sanfte Balladen („Goldrush“).

Howells klare Stimme erinnert an die Frontsängerin von The Corrs, in hohen Lagen klingt sie fast mystisch-psychedelisch wie Enya.

Nicht nur die Lieder der Band erzählen Geschichten. Die sympathische Howell ist in Plauderstimmung, erzählt illuster von den Vorzügen italienischen Essens auf ihrer Tour sowie von den Entstehungsgeschichten ihrer Songs und gibt ein ansehnliches Repertoire deutscher Wörter preis, die sie auf Tour aufgeschnappt hat.

Nach gut 70 Minuten rücken die rund 70 Gäste buchstäblich und sprichwörtlich noch einmal näher zusammen, als Paper Aeroplanes für ihre Zugabe die Bühne verlassen und unplugged inmitten des Publikums ihren Song „Newport Beach“, eine Hymne an Howells Heimat, spielen.

Gänsehaut und viel Applaus gibt es zum Ende eines grandiosen Konzertes.

Von Katharina Kilburger

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