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Wenn Zahlen zu Kunstwerken werden

Mathematisches Institut Wenn Zahlen zu Kunstwerken werden

Mathematik besteht nicht einfach nur aus Zahlen. Dass zeigt die Sammlung der mathematischen Modelle im ersten Stock des Mathematischen Instituts der Georg-August-Universität Göttingen, Bunsenstraße 3-5. Über 500 Exponate aus Gips, Holz, Fäden, Metall, Karton und anderen Materialien zeigen Modelle von Flächen und anderen mathematischen Objekten, die ältesten der Objekte sind über 330 Jahre alt.

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Kegelschnitt: links das Mathematische Modell, rechts Mariana Castillo Deballs Skulptur.

Quelle: EF

Die Modelle wirken wie kleine Skulpturen und zum Teil filigran gearbeitete Kunstwerke. Dass die Objekte oftmals zur Veranschaulichung einer mathematischen Formel dienen sollen, ist für Nicht-Mathematiker kaum vorstellbar. Die mexikanische Künstlerin Mariana Castillo Deball, die ihre Kunstwerke erst kürzlich auf der Documenta ausstellte, ließ sich für ihre neuesten Arbeiten durch eben solche mathematischen Modelle inspirieren. Zwölf ihrer Skulpturen sind derzeit in der Sammlung des Mathematischen Instituts ausgestellt. Die Ähnlichkeiten ihrer Kunstwerke zu anderen, rein mathematischen Exponaten, sind bisweilen nicht zu übersehen, insbesondere durch auffallende Farben heben sich ihre Objekte jedoch ab.

Im Austausch gegen ihre Werke erhielt Deball einige Modelle des Instituts, die sie derzeit in ihrer Ausstellung im Züricher Museum Haus Konstruktiv zeigt. Solche Tauschaktionen mit Künstlern sind keine Seltenheit, schon oft stellte Kurator Laurent Bartholdi Exponate zur Verfügung. Neben Modellen verfügt die Sammlung aber auch über Objekte namhafter Mathematiker, wie etwa Alfred Clebsch. Erst kürzlich erhielt Bartholdi von dessen Nachfahren eine Totenmaske und eine Brille.

Die Sammlung kann von Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr besichtigt werden. Deballs Exponate sind noch bis Freitag, 16. November, ausgestellt.

Von Tina Evers

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