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Werbetafeln: Firma rügt Stadt – mit Erfolg

Neue Mega-Säulen sollen Göttingen mehr Geld bringen Werbetafeln: Firma rügt Stadt – mit Erfolg

Nach möglichen Fehlern bei der öffentlichen Ausschreibung von Mega-Werbetafeln, Litfaßsäulen und ähnlichen Werbevitrinen an Göttinger Straßen muss die Stadt das Auswahlverfahren wiederholen. Ein Bieter  habe das Vergabeverfahren für den lukrativen Großauftrag gerügt, bestätigt Pressesprecher Detlef Johannson. In der Folge hätten unzählige Fahrgäste öffentlicher Busse ab Januar beinahe buchstäblich im Regen gestanden.

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Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Etliche Göttinger Buswartehäuschen wurden von einem der bisher beauftragten Dienstleister aufgestellt. Im Gegenzug vermarktet er die Werbetafeln an den Hallen. Dessen Vertrag lief zum Jahreswechsel aus. Nach Tageblatt-Informationen hatte die Firma mit Blick auf das kritisierte Vergabeverfahren gedroht, ihre Haltestellen-Häuschen noch im Januar abzubauen.

Hintergrund der öffentlichen Ausschreibung sind zum einen auslaufende Verträge mit verschiedenen Dienstleistern, die die städtischen Werbesäulen, Leuchtvitrinen und Plakat-Träger für die Stadt vermarkten.

Zum anderen will die Stadt mehr Geld  aus mit der Flächenverpachtung verdienen – nämlich 500 000 statt 250 000 Euro jährlich. Damit will sie Vorgaben ihres Entschuldungshilfeprogrammes erfüllen. Um das zu erreichen, hofft die Stadt auf bessere Angebote zur Ausschreibung.

Zugleich will sie die Anzahl ihrer Werbeanlagen erhöhen. Unter anderem soll es an den Hauptverkehrsstraßen künftig 19 statt zehn Mega-Lightanlagen auf stattlichen Säulen (Monofuß) und 50 statt bisher 30 Werbegroßflächen geben. Außerdem sollen sich auf öffentlichen Flächen einmal 70 statt bisher 54 Litfaßsäulen (City-Light-Säulen) drehen. Über die zusätzlichen Standorte gibt es noch keine Entscheidung.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadt jetzt 171 verglaste Buswartehallen, bis zu 30 frei stehende beleuchtete Postervitrinen, 70 City-Light-Säulen und bis zu 19 Monofußanlagen neu ausgeschrieben. Im Gegensatz zum kritisierten Vergabeverfahren im Sommer wird jetzt auch darauf hingewiesen, dass 25 verglaste Buswartehallen mit Werbevitrine zum Preis von gut 150 000 Euro plus Mehrwertsteuer übernommen werden müssen.

Nicht mehr enthalten sind alle sonstigen Werbesäulen, Großflächen, beklebbare Flächen   und Wechselrahmen. Sie waren in der ersten Ausschreibung getrennt aufgeführt und seien inzwischen erfolgreich vergeben worden, erklärt Stadtsprecher Johannson. Für das Los 1 mit den Wartehallen, Monosäulen und Litfasssäulen habe es im Sommer zunächst kein Angebot gegeben. Darauf habe die Verwaltung mit den Bietern für die anderen Lose gezielt verhandelt und auch ein Angebot angenommen.

Darauf habe aber ein Bewerber, dessen Angebot nicht berücksichtigt wurde, „die gesamte Vorgehensweise in Frage gestellt und die Entscheidung gerügt“ – offenbar mit Erfolg. Das bestätigt auch der betroffene Dienstleister.

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