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Werke von Menz und Meyer-Alber in Göttingen

Bilder und Skulpturen Werke von Menz und Meyer-Alber in Göttingen

„Übertrag“ haben die Künstlerinnen Hiltrud Esther Menz und Hella Meyer-Alber ihre Gemeinschaftsausstellung in der Göttinger Torhaus-Galerie genannt. 17 Bilder von Menz und zwölf Skulpturen von Meyer-Alber kommen dort zusammen, sich ergänzend oder kontrastierend.

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Quelle: Wenzel

Göttingen. Die in Reinhausen lebende Malerin und Zeichnerin Menz hat Werke aus den Jahren von 1988 bis 2016 ausgewählt. Ihr feiner Strich, oft mit Tusche, Kohle und auch Kugelschreiber, kommt auch in den Mischtechniken mit Acryl und Ölkreide zum Tragen. Einige der abstrakten Motive scheinen sich wie aus den Nichts entstehend zu entwickeln.

Blutrote Gebilde, die beim Betrachten viele Assoziationen hervorrufen; tiefblaue Impressionen, die florale Andeutungen erkennen lassen. Frauenkörper schweben wie aus dem Nebel auf dem großformatigen „Hier und Jetzt I & II“. Deutlicher ist die Aussage von Menz in der Portraitreihe „Trio 10+“. Hier lässt sie dem hellen Raum besonders viel Platz, schattiert, schraffiert ihn, um so das untere rechte Eck eines im Hochformat genutzten Regalbretts zum äußeren Mittelpunkt werden zu lassen - mit einem kahlen Kopf mit starkem Blick.

Sind die 17 Bilder auch sehr unterschiedlich hinsichtlich Technik oder Motivwahl, so sind der Bildaufbau und der feine Strich auch im Plakativen das verbindende Element der Gemälde und Zeichnungen von Hiltrud Esther Menz.

Auf andere Weise sind wirklich fassbar in der Ausstellung „Übertrag“ die Arbeiten von Meyer-Albe. Die Skulpturen der Göttinger Künstlerin sind wahre Handschmeichler, wenn auch nicht mit einer Hand fortzutragen. Sie gibt ihnen allen klare Kante und geschmeidige Oberfläche. Ob sie Marmor oder Kalkstein, Walnuss- oder Birkenholz verwandelt, es werden immer für Tast- und Sehsinn angenehme Objekte daraus.

Fassbar durch die glattpolierte oder aufgebeitelte Oberfläche,  sichtbar in dem oftmals durch Öffnungen und Kanten hervorgerufenen Schattenspiel. Dafür steht besonders das 2014 aus Thüsterkalk entstandene „Tor“, das vom groben Klotz zum engen Durchlass variiert.  

Hella Meyer-Alber erschafft Wellen im Carrara-Marmor oder Spiralwirbel auf Fichtenholz. Ihr gelingt es, steinhartem und hölzernem Material eine überraschende neue Form zu geben. Diese oft unterstrichen von den Überraschungen, die Naturmaterial mit sich bringt: Einschluss, Schattierung, Maserung oder Hohlraum.

Das Wechselspiel der Stile und Techniken, der Kunst- und Werkformen fordert in der Ausstellung „Übertrag“ heraus. Aus mancher Perspektive widersprechen sich die Objekte, aus anderer korrespondieren sie geradezu. Eine überschaubare Präsentation hinsichtlich der Objektzahl, aber keineswegs in den Möglichkeiten der Blickrichtungen und Interpretationen der Bilder und Skulpturen.

Ausstellung "Übertrag"

Die Ausstellung „Übertrag“ ist in der Torhaus-Galerie, Kasseler Landstraße 1, am Göttinger Stadtfriedhof freitags, sonnabends und sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet (bis Sonntag, 13. März).

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