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"Willkommenskonzert" der Symphoniker

Konzert in der Stadthalle "Willkommenskonzert" der Symphoniker

Unter dem Titel „Arabische Nächte“ hat das Göttinger Symphonie-Orchester (GSO) am Donnerstagvormittag ein Konzert für Integration und Toleranz gegeben, das dritte „Willkommenskonzert“ seit 2014. Eingeladen waren Migranten, dazu Menschen aus sozialen Einrichtungen.

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Der Solist Mohamed Shams.      

Quelle: Schäfer

Göttingen. Die Nachfrage nach den kostenlos vergebenen Karten war sehr groß. Weil allerdings nicht alle angeforderten Plätze in Anspruch genommen wurden, gab es einige leere Plätze in der Stadthalle. Rund 500 Besucher – einige waren eigens aus Kassel angereist – ließen sich von den Klängen bezaubern, die das GSO unter der Leitung des ägyptisch-schweizerischen Gastdirigenten Nader Abbassi präsentierte.

Nächste GSO-Termine:

Sonntag, 3. April, um 19.45 Uhr im Deutschen Theater „Perspektive Ägypten“, Freitag, 8. April, um 19.45 Uhr in der Stadthalle Werke von Mozart und Sibelius.

Abbassi eröffnete das Konzert mit einer eigenen Komposition: „The Nil Bride“ ist ein Orchesterstück, das eine ägyptische Legende mit orientalischen Melismen und Rhythmen nachzeichnet, die aber stets geschmackvoll stilisiert sind und geschickt die Klangfarben eines europäischen Orchesters einbeziehen.

Ebenfalls aus Ägypten stammt der Solist des Konzerts, der Pianist Mohamed Shams. Er spielte den Solopart im fünften Klavierkonzert F-Dur von Camille Saint-Saëns, das sehr hohe technische Ansprüche an den Solisten stellt. Die bewältigte Shams mit Bravour. Er verfügt über eine breite Ausdrucksskala, über feine Differenzierungen des Anschlags von machtvollen Akkordblöcken bis zu fein ziselierten Läufen im Pianissimo. Das orientalische Kolorit dieser mit viel klanglicher Raffinesse komponierten Musik ließ er funkeln. Abbassi sorgte für eine ausgewogene Abstufung zwischen Tutti und Solo.

Rimski-Korsakows Tondichtung „Scheherazade“ war der krönende Abschluss dieses Konzerts, ein Werk, das etlichen Orchestermusikern die Gelegenheit gibt, sich solistisch zu präsentieren. Da muss an erster Stelle der Geiger Bartek Zachłod genannt werden, der die erkrankte Konzertmeisterin Natalie Kundirenko mit wunderschön singendem Ton und feinem Ausdruck sehr würdig vertrat. Erwähnt seien darüber hinaus wenigstens die bemerkenswert engagiert gespielten Holzbläsersoli – ein Genuss. Hier und da hätte man sich von Abbassi vielleicht eine noch flexiblere Tempogestaltung wünschen können.

Für manchen Zuhörer dürfte dieses Konzert die erste Begegnung mit live gespielter westlicher Musik gewesen sein. Alle dankten mit lang anhaltendem Beifall.

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