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Wissenschaft beim Göttinger Literaturherbst

Acht Lesungen von Forschern aus dem In- und Ausland Wissenschaft beim Göttinger Literaturherbst

Wissenschaftliche Themen sind angesagt – auch beim Göttinger Literaturherbst: In diesem Jahr eröffnet Physiker Harald Lesch die Wissenschaftsreihe. Dem bekannten Fernsehmoderator folgen Hirnforscher, Historiker, Mathematiker, Astrophysiker, die in der Paulinerkirche ihre neuen Bücher vorstellen.

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Programmvorstellung in der Paulinerkirche: Helmut Grubmüller, Nils Brose und Johannes-Peter Herberhold (von links).

Quelle: EF

Göttingen. Zum neunten Mal spannt die Vortragsreihe „Wissenschaft beim Literaturherbst“ einen weiten thematischen Bogen von der Menschwerdung und den ältesten Sternen bis zu aktuellen Erkenntnissen der Hirnforschung und die Logik der Finanzmärkte.

Sachbücher haben auf dem Buchmarkt einen hohen Stellenwert und somit auch beim 24. Göttinger Literaturherbst. „Ein Drittel aller Veranstaltungen in diesem Jahr sind Sachbuch-Lesungen“, berichtete Johannes-Peter Herberhold, Geschäftsführer des Göttinger Literaturherbst, bei der Vorstellung der Wissenschaftsreihe in der Paulinerkirche am Dienstag.

Harald Lesch gelinge es, „Physik mit einfachen Worten einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln“, lobte Physiker Helmut Grubmüller den Astrophysiker und Naturphilosophen, der als Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator bekannt geworden ist. Beim Literaturherbst wird Lesch am Freitag, 9. Oktober, die Wissenschaftsreihe eröffnen.

„Die Entdeckung des Higgs-Teilchens“ ist eine der bereits ausverkauften Lesungen. Sie ist eine der besonderen im Literaturherbst-Programm, weil Lesch für seine Verdienste um die verständliche Vermittlung von komplexen Themen aus der Wissenschaft ausgezeichnet werden wird. Von Grubmüller, Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, wird Lesch die Science Communication-Medaille erhalten.

Die ältesten Sterne sind das Forschungsgebiet von Anna Frebel. Die Astrophysikerin, die in den USA forscht und in Göttingen aufgewachsen ist, entdeckte im Jahr 2007 einen 13 Milliarden Jahre alten Stern. Ihre Arbeit stellt sie in ihrem Buch „Auf der Suche nach den ältesten Sternen“ und beim Literaturherbst am Sonnabend, 17. Oktober, vor.

Die Geschichte der Menschheit ist nicht so alt wie die ältesten Sterne und doch ein unbekanntes Kapitel. Noch vor der bekannten Geschichtsschreibung, die mit den frühen Hochkulturen beginnt, setzt Prähistoriker Hermann Parzinger ein. Sein Buch „Kinder des Prometheus“, das er am Mittwoch, 14. Oktober vorstellt, gibt einen Überblick von den Anfängen der Menschwerdung vor fünf Millionen Jahren und endet bei der Entstehung der frühen Hochkulturen.

„Tief eingebrannte Mechanismen“, so Nils Brose, steuern das menschliche Gehirn und damit das menschliche Unterbewusstsein. Brose, Direktor am Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin, wird am Sonntag, 11. Oktober, die Lesung von Hirnforscher Lutz Jäncke moderieren und die Frage „Ist das Hirn vernünftig?“ erörtern. „Interessante Sachen“, hat nach Ansicht von Brose nicht nur sein Kollege Jäncke herausgefunden, sondern auch Hanna Monyer und Martin Gessmann. Die Hirnforscherin und der Philosoph stellen „Das geniale Gedächtnis“ am Montag, 12. Oktober, vor.

Die Göttinger Max-Planck-Institute für biophysikalische Chemie, für Experimentelle Medizin und für Dynamik und Selbstorganisation sind zum neunten Mal Partner des Literaturherbstes. Die Wissenschaftsreihe sei in Deutschland einzigartig, betonte Literaturherbst-Chef Herberhold bei der Vorstellung.

Acht Lesungen hat die Reihe in diesem Jahr zu bieten. Wer sich spontan für eine davon interessiert, sollte nicht lange darüber nachdenken, ob eine andere interessanter ist. Die Hirnforscher bestätigen, dass unser Gehirn uns spontan richtig lenkt: „Am besten die erste Idee wählen“, empfiehlt Wissenschaftler Brose.

Wissenschaft beim Göttinger Literaturherbst bietet acht Lesungen, die an den Veranstaltungstagen um 19 Uhr in der Paulinerkirche, Papendiek 14, beginnen. literaturherbst.com

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