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Zehn Jahre KlezPo – Göttinger Klezmer-Projekt-Orchester

Offenheit gehört zum Konzept Zehn Jahre KlezPo – Göttinger Klezmer-Projekt-Orchester

„Tanzmusik osteuropäischer Juden.“ „Teil der Weltmusik.“ „Ein lachendes und ein weinendes Auge.“ So beschreiben Wieland Ulrichs, Inge Ott-Höfer und Dietmar Buschhaus Klezmer-Musik. Alle drei gehören zum Göttinger Klezmer-Projekt-Orchester – kurz: KlezPo.

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Spielen mit ungewöhnlicher Besetzung: Klezmer-Projekt-Orchester.

Quelle: Beisert

Göttingen. Als eines der größten Klezmer-Ensembles der Welt feiert das Orchester jetzt sein zehnjähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert am Sonnabend, 21. März im Alten Rathaus. Es ist immerhin bereits das 90. Konzert.

Mit der Erkenntnis, dass es viele Klezmer-Gruppen in und um Göttingen gibt, fing alles an. Ein Treffen folgte. Daraus entstand 2005 das Klezmer&Jazz-Festival in Kreiensen. „Meine Idee war, dass bei einem Stück alle Musiker zusammen spielen“, erinnert sich Ulrichs, der heutige Leiter des Orchesters. Damit war der Grundstein gelegt: die Musiker wollten auch nach dem Festival gemeinsam musizieren.

Heute spielen zwanzig Musiker im KlezPo, die sich ein Repertoire von acht Stunden erarbeitet haben. „Wir haben mit Klezmer begonnen, später kamen jüdisches Lied, sephardische Lieder oder auch mal ein Tango hinzu“, so Klarinettist Dietmar Buschhaus. „Uns begeistern die schönen Melodien, die tollen Rhythmen und die Bandbreite des Ausdrucks.“

„Offenheit gehört zum Konzept“

Die Besetzung bestimmte der Zufall: Fünf Klarinetten, drei Saxophone, Blockflöte, Querflöten, Geigen, Bratsche, Cello, Kontrabass sowie zwei Akkordeons, Gitarre, Banjo, irische Bouzouki. „Aber wo bekomme ich die Noten her?“, schildert Ulrichs die Probleme am Anfang. „Ich fand einen Notenversand in den USA und habe vieles einfach selber arrangiert.“

Die Mitglieder gründeten einen Trägerverein und veröffentlichten eine Live-CD. Jede Woche proben sie im Gemeindesaal von St. Stephanus. Konzerte führten das Ensemble durch die Region und bis nach Berlin. 2011 belegte das Ensemble den 3. Platz beim Niedersächsischen Orchester-Wettbewerb.

„Offenheit gehört zum Konzept“, sagt Inge Ott-Höfer vom Vorstand des Trägervereins. Das Orchester kooperiert mit beiden jüdischen Gemeinden in Göttingen und ist Mitglied der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Bei KlezPo spielen neben den Deutschen auch Musiker aus Holland, Amerika und Frankreich. Wichtig ist die integrierende Grundhaltung. Neben der jüdischen Musik spielt KlezPo stets auch ein palästinensisches Stück. Diese versöhnende Geste wollten alle im Orchester.

Von Udo Hinz

Jubiläumskonzert „KlezPo“ am 21. März ab 20.15 Uhr im Göttinger Alten Rathaus.
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