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Zeitgenössische Musik in der alten Feuerwache

Gitarrenduo präsentiert keine leichte Kost Zeitgenössische Musik in der alten Feuerwache

Das Gitarrenduo Thomas Brendgens-Mönkelmeyer und Michael Saubert gastierte in der Reihe Niedersächsischer Galeriekonzerte in der alten Feuerwache. Dabei reflektierten sie musikalisch die Werke von Martin Max und Petra Töppe-Zenker unter dem Motto „innerlich geschaut“.

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Quelle: Heller

Göttingen. „Wenn sie die Musik unbekannt finden, dann ist das richtig.“, erklärt Saubert den Zuhörern des Abends die Klänge der Gitarren. Die Musik orientierte sich an den Holzschnitten von Max und den Keramik-Arbeiten von Töppe-Zenker. Saubert interpretierte Max Werke als Arbeiten, die aus einem inneren Ort hervorgingen und innere Orte erreichten. Wohingegen die Arbeiten von Töppe-Zenker den Willen des Materials, des Momentes und des Willens der Künstlerin zusammensetzen sollten.

Diese Interpretationen versuchten die beiden Gitarristen in ihrer Musik umzusetzen. Saubert musizierte dabei auf einer 10-saitigen klassischen Gitarre und Brendgens-Mönkelmeyer auf einer 6-saitigen Gitarre. Dabei erwartete die Zuhörer eine Mischung aus dissonanten Tönen, vielen Dynamikwechseln und unregelmäßigen Rhythmen. Diese Sprache der Musik sei zwischen zeitgenössischer Musik, Improvisationsmusik und modernem Jazz angelegt. Nicht jedem lag diese Vorstellung. Einzelne Besucher redeten durchgängig während des Konzertes und ließen sich nicht auf die Musik ein, einige verließen den Saal schon nach dem ersten Stück.

Die Musiker interpretierten die Künstler für ihre Musik einzeln. Brendgens-Mönkelmeyer und Saubert musizierten zunächst nacheinander und zum Ende zusammen, jeder mit anderen Stilmitteln. Saubert klopfte beispielsweise während seines Spielens auf der Gitarre in verschiedenen Rhythmen, während Brendgens-Mönkelmeyer mit einem „Fingertip“ unterschiedliche Töne erzeugte. Die Musik war keine leichte Kost. Die dissonanten Töne waren unüblich, passten aber als musikalische Interpretation der Bildenden Kunst.

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