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Zimmermanns hübsche Anekdoten

Betrachtungen Zimmermanns hübsche Anekdoten

Mozi lautete das Kürzel von Monika Zimmermann, als sie noch Redakteurin beim Göttinger Tageblatt war. Später wechselte sie zur FAZ, später als Korrespondentin in die DDR. Inzwischen ist sie in Rente gegangen und hat ein Buch geschrieben über Menschen, denen sie in ihrem Leben begegnete, darunter auch zwei Göttinger.

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Monika Zimmermann.

Quelle: Archiv

Berlin. Zimmermann schwärmt noch heute von dem Architekten Jochen Brandi („Und wenn der Charmeur wortgewandt eines seiner Werke erläuterte, war man schnell in den Bann gezogen“) und dem Germanisten Albrecht Schöne („Schöne war zu meiner Studienzeit der attraktivste Professor der Göttinger Universität“), die ihr in jungen Jahren offenbar den Kopf verdreht hatten.

Brandi habe ihr geheimnisvoll die Lokhalle gezeigt, als sie noch ein trauriges Dasein inmitten von Gestrüpp und Unrat fristete. Und Schöne habe sie den von ihr erfundenen Preis „Rose des Monats“ via Tageblatt verliehen. Der Professor habe sich sehr angetan gezeigt.

Das Buch

Monika Zimmermann: „Unter lauter Leuten“. Mitteldeutscher Verlag, 240 Seiten, 14,95 Euro.

Hübsche Anekdoten hat Zimmermann, die zum Ende ihres Berufslebens als Regierungssprecherin in Sachsen-Anhalt  arbeitete, in diesem Buch „Unter lauter Leuten“ versammelt über den streitbaren Literaturpapst, mit dem sie in Frankfurt zusammenarbeitete, über den FAZ-Herausgeber Joachim Fest, den Schriftsteller Martin Walser – auch er stolzer Träger der „Rose des Monats“. Das liest sich unterhaltsam, aber manchmal auch ein wenig zu betulich und fixiert auf den Glanz von Prominenz, in dem es sich gut sonnt.

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Von Redakteur Peter Krüger-Lenz

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